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11 (1830) T bis V
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Valmy Valpy

der Schriften des berliner Gartenvereins über Olismaervps liumili», theils denkeman an die allen Reisenden bekannten Erscheinungen in Ägypten und Arabien, wodiejenigen weiblichen Dattelpalmen, welche sehr weit von männlichen Individuenentfernt sind, nur zähe, kleine, weder eßbare noch keimbare, also unausgebildete,taube Früchte entwickeln, die reisenden Araber aber, durch Anbinden von männli-chen Blüthcnrissen an dergleichen weibliche Bäume, dieselben zu Hcrvorbri'ngungvon saftigen und kcimbaren Früchten veranlassen, indem dann sowol die Insektenals auch der Wind den Blüthcnstaub auf die weiblichen Blüthen führen, sodaßeine regelmäßige Befruchtung stattfinden kann.

Valmy (Kanonade bei), den 20.Scpt. 1792, s. Kellermann. We-nig bekannt ist, daß der Herzog v. Braunschweig, bereits Meister der Höhe vonLa Lunc, auf den schon zurückweichenden Feind auch darum nicht entschlossen los-ging, was den Sieg und dadurch den Feldzug entscheiden konnte, weil die Höhenvon Valmy eine große Ähnlichkeit mit den Höhen von Johannisberg bei Nauhcimunweit Friedberg haben, er aber dort, als er den Prinzen v. Cvndc (1. Scpt.1762) zurückdrängte und nicht wußte, was hinter den Höhen stand, von demsel-ben geschlagen worden war. '

Valmy (Herzog v.), s. Keller mann. Sein Sohn, der Marquis,und nach dem Tode seines Vaters, Herzog v. V., ist k. franz. Generallieut. u. s. w.Geb. zu Metz 1770, erzogen zu Paris, lernte er den Waffendienst unter seinemVater, zeichnete sich 1796 als Generaladjutant bei der Armee von Italien durchkühne Cavalerieangriffe aus, trug 1800 wesentlich zu dem Siege bei Marcngo(s. d.) bei, befehligte dann als Divisionsgeneral ein Armcccorps in Italien unterBrune, nahm 1805 Theil an der Schlacht bei Austerlitz, spater an dem Fcldzugein Portugal 1808, an denen in Spanien seit 1809, an denen in Deutschland18k3 und in Frankreich 1814, stets ruhmvoll. Ludwig XVIII. ernannte ihn1814 zum Generalinspertor der Cavalcrie; Napoleon 1815 zum Pak; nach derzweiten Restauration verlor er diese Würde.

Valombrosa, Abtei auf den Apenninen unter dem Sprengel von Fiesoleim Florentinischen, wo Joh. Gualbert, der Heilige, 1038 einen Mönchsordennach der Regel Benedicts stiftete, welcher nach diesem Stammort der Orden vonValombrosa heißt und nach seiner ehemaligen Kleidung auch u. d. N. der grauenMönche bekannt ist. Sein Zweck war anfangs Einsamkeit und beschauliche An-dacht, doch ging er bald aus dem Einsiedlerleben in die Klostervcrfassung über undunterhielt nur einzelne Einsiedeleien in der Nähe seiner Klöster. Das Stammklo-stcr, das Gualbert nach seiner Lage im dichten Tanncnwalde am Hochgebirge Val-ombrosa genannt hatte, wurde durch Schenkungen reich, daher sich die außeror-dentliche Größe und Pracht seiner 1637 neu aufgeführten Gebäude erklären läßt.Gleichwol hat dieser stets nur andächtige Orden, der erste, der Laienbrüdcr annahm,sich wenig verbreitet, und nie besondere Bedeutung erlangt. Bei seiner Vereini-gung mit den Silvestrinern 1662 nahm er schwarze Kleidung an. Valombrosaerhielt sich mitten unter den Stürmen der Revolution unversehrt, und war wäh-rend der franz. Herrschaft ein Zufluchtsort der Priester. Ein Mönch zu Valom-brosa, Pater Heinrich Hugford, erfand die u. d.N. Loa^Iiola (s. d.) bekannte,später in Florenz sehr vervollkommnete Steinmalerei, und bildete sie aus während s.Aufenthalts in der reizenden Einsiedelei U kar-ulkim» bei Valombrosa. Noch jetztblüht dieses Kloster und wird oft ven Andächtigen und Reisenden besucht, welcheder herrlichen Aussicht vom Paradisino nach dem 10 Meilen weiten Florenz unddem tuscischcn Meere genießen wollen. L.

Valpy (A. I.), ein berühmter Buchdrucker und Verleger in London. SeinVater, ein gelehrter Schulmann zu Rcading in Berkshire, gab ihm nicht nur, wieseinen übrigen Söhnen, eine gelehrte Erziehung aus der Schule und flmmniläl,