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lung gewählt. In die 3. Stänbeversammlung wählten ihn, als er nicht mehr Bür- ^germeister von München war, die Grundeigenthümer ohne gutsherrliche Gerichts- ibarkeit. In diesen 3 Ständevcrsammlungen, 1819, 1822 und 1825, warenManche mit ihm als Landtagsdepulirten nicht ganz zufrieden; er sprach in denöffentlichen Sitzungen ihnen zu wenig; indessen geht aus den gedruckten Verhand-lungen dieser 3 Landtage hervor, daß er nicht ohne Plan in diesen Versammlungenarbeitete. Er suchte vorzüglich dahin zu wirken, '-aß die bairische Verfafsungsnr-knnde, die unter den Mächten Europas Aufmerksamkeit erregte, in Baiern festenFuß faßte; zu gleicher Zeit regte er in diesen Ständcversammlungen Alles an, wasauf den bairischen Nationalwohlstand Einfluß haben konnte und zur Ausführungreif war. Nach gccndigtem Landtage widmete er sich wieder s. Jndustriegeschäften.Doch scheinen Ackerbau und Landwirthschaft ihn am meisten anzusprechen, daherauch s. Vorliebe für das Landleben und s. Theilnahme an dem Schicksale der Land-leute und Gutsbesitzer. Wir haben Hoffnung, daß auch er mitwirke, damit die Zuckerfabricalion aus Runkelrüben, die in Frankreich so große Fortschritte macht undwovon er der letzten Ständeversammlung ein so schönes Muster vorgelegt hat, mitBeihülfe s. Bruders Paul in großer Ausdehnung auf Baiern übergetragen werde.1827 wurde der Geh.-Rath v. U. zum Vorstand der in München neu errichtetenpolytechnischen Eentralschule ernannt. 1829 errichtete er auf s. Landgute Erchingbei Freisingen eine landwirthschastlichc Unterrichtsanstalt.
Uwaroff (Scrgiusv.), seit 1824 kais. russ. Geh.-Nath, seit 1818 Prä- ^sidcnt der kais. ruff. Akad. der Wissensch. zu Petersburg, war Eurator der Univer-sität und des Lehrbezirks Petersburg, von welcher Stelle er 1821 die nachgesuchteEntlassung erhielt. Dieser durch archäologische u. historische Untersuchungen rühm-lich bekannte Gelehrte ist Mitgl. verschiedener gelehrter Gesellsch. Unter s. Schriftennennen wir s. „Lsoai our les mustere» ck'LIeusis", s. Schrift „Über das vorhomeri-sche Zeitalter", s. „Nonnos von Panopolis" (Petersb. 1817, ein schätzbarer Bei-trag zur Geschichte der griech. Poesie) und s. „Lx»nien oritigue <le In tsble ä'Uer-oulo" (gegen Dupuis'S ,,OriF>ne cke ton» los oulte»" gerichtet, in den Memoirender Akademie). 1822 wurde er zum Director des Deport, der Manufacturen unddes innern Handels, oder der Reichs-, Leih- und Commerzbank ernannt. Diesergeistreiche, durch das Studium der Alten gebildete Denker ist auch ein Freund undKenner der merkwürdigsten Erzeugnisse der heutigen europäischen Literatur, beson-ders der deutschen. Durch s. „Urnset ck'uno senckömie nsiatigue" (1810) gab erzu dem Studium der morgenländ. Sprachen in Petersburg den ersten Antrieb; eswurden bei der Akademie eine Stelle für diese Literatur und ein asiatisches Museum,sowie bei der Universität ein doppelter Lehrstuhl für diese Sprachen errichtet. Außer-dem hat der Kaiser Alexander 1823 bei dem Reichscollegium der auswart. Angele-genheiten eine oricnt. Lehranstalt gegründet, in welcher mehre Kronzöglinge im Ara-bischen, Persischen und Türkischen unterrichtet werden. Die Direktion dieser An- !stalt hat der Slaatsrath Adelung. Seitdem ward der Unterricht in den orient. Spra-chen auch in andern Städten und Schulen des Reichs, wie zu Kasan, Omsk, Ti-flis, Astrachan u. a. a. O. eingeführt. — Noch hat sich unter der Regierung Alexan-ders I. bekanntgemacht der kais. russ. General Uwaroff, Chef des kais. Garde-corps. Er commandirle 1812 als Gcnerallieut. ein Cavalcrie-Nescrvecorps bei derersten Westarmee unter Barclay de Tolly und war zuletzt auch kais. Generaladju-tant. Er starb den 2. Dec. 1824. Zu Errichtung eines Triumphbogens zu Ehren ^der kais. Garde hatte er 400,000 Rubel legirt. 20.
U z (Johann Peter), geb. zu Ansbach 1720, zeigte schon früh wissenschaft-lichen Sinn bei vorherrschender Neigung zur Malerei und Poesie. In Halle, wo- ,hin er 1739 zur Fortsetzung s. Studien ging, schloß er mit Gteim, der zu gleicher -Zeit dort studirte, einen engen Freundschaftsverein, dem sich späterhin Götz beige-