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11 (1830) T bis V
Entstehung
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Uhr

erreicht worden. Zn bedauern ist, daß diese Maschinen, bei den beschränkte» Mit-teln dcS Künstlers zur Ausführung, nicht besser gearbeitet sind, und daß nicht dieheutige Kunst der Uhrmacher mit ihren trefflichen Arbeiten und Maschinen seinen gro-ßen und tiefen Ideen zu Gebote gestanden hat. Die Pendeluhren haben theilsGewichte, theils werden sie durch Federn, wie die Stand- und die Reiseuhren,gezogen. Sowol die erstem als auch die letzter» haben eine große Vollkommenheiterreicht. Auch die Taschenuhren sind auf einen nie gekannten Grad von Geschmackund Eleganz, sowie von Pünktlichkeit des Ganges-^ebracht worden. Zu letztererhaben hauptsächlich die vorzüglichen in neuerer Zeit erfundenen Hemmungen («ollap-peinon») beigetragen, deren reibende Theile bei feinern Uhren auch mit Diamantoder Rubin rc. belegt werden, wie z. B. bei den Eylinderhemmungen von Breguetin Paris. Die älteste Art der Hemmungen bei Taschen- und wol auch bei Pendel-uhren ist die mit der Lappcnspindel, welche aber wegen ihrer zu großen Empfindlich-keit für die Zunahme oder Abnahme des Zuges bei Taschenuhren auf die Erfindungder Abglcichung des Zuges durch das Schneckengewinde des ersten Rades, auf wel-ches die Feder wirkt, geführt hat, und auch mit dieser Verbesserung bei feinernTaschenuhren nicht mehr angewendet wird. Man gebraucht dafür die sogen, ruhen-den Hemmungen (vebsppomvns ä ropos), unter welche hauptsächlich der Cylinder-gang , der Gang mit dem Lepinischen Haken (virAuIe), dann der Ankergang u. a.m. gehören. Auch bei Pendeluhren werben ruhende Hemmungen vorgezogen,weil bei den andern immer nach jedem Abfall des Pendels oder Steigrads wiedereine retrograde Bewegung stattfindet. Die Unruhe, ein durch das Steigrad inBewegung gesetztes, sich hin und her schwingendes Rad, hat auch bei stehendenoder hängenden Uhren vor Erfindung des Pendels die Stelle des Regulators vertre-ten müssen; sie wird jetzt nur noch bei Uhren angewendet, welche der B> weguna,d. h. dem Tragen u. s. w., ausgesetzt sind, die unverträglich mit den Schwingungendes Pendels ist, weil sich diese unveränderlich nach dem Mittelpunkte der Erde rich-ten.- Dieser Naturkraft hat die Mechanik bei der Unruhe den Spiral substiluirt;sowie die Schwingungen durch die Ansehung des Mittelpunkts der Erde oder denDruck der Atmosphäre ihren Ruhepunkt erhalten, und dadurch geregelt werden, sogibt auch der Spiral der Unruhe dieses Streben nach einem gewissen Punkte, gegenwelches die Kraft des Steigradcs gerichtet ist, und, sowie beim Pendel, Schwin-gungen bewirkt, wodurch also, wenn die Zahl der Schwingungen im richtigenVerhältnisse milder Zahl der Zähne und Triebe des Räderwerks steht, der richtigeGang der Zeiger entsteht. Da dieses für die Regelmäßigkeit der Schwingungen sowichtige Streben nach einem Ruhcpunkte bei der Unruhe nicht in gleich starkemGrade stattfinden kann, wie bei dem Pendel, so sind zum richtigen Gang einerUhr mit Unruhe große, lebhafte und verhaltnißmäßig sehr schnelle Schwingungennothwendig, um die Störungen, welche diese durch die Bewegung, durch das Tra-gen rc. der Uhr erleiden könnte, unwirksam zu machen. Sowie die Schwingungendes Pendels durch Verkürzung oder Verlängerung des Bogens, welchen die Luisebeschreibt, schneller oder langsamer werden. so werden bei der Unruhe die Schwin-gungen durch die Corrcction, welche die Elasticität des Spirals vermindert odervermehrt, schneller oder langsamer gemacht. Die zusammenziehende oder ausdeh-nende Wirkung der Lufttemperatur findet auch beim Spiral statt, wie beim Pendel;sowie man bei diesem durch eine compensative Einrichtung Gleichförmigkeit derSchwingungen herzustellen gesucht hat, so trifft man nun auch in feinern Taschen-uhren compensative Spiralcorrectionen an, welche diesen die Gleichheit der Schwin-gungen störenden Einwirkungen der Lust entgegenarbeiten sollen. Mit den Stand-und Taschenuhren hat man auch Flöten- oder Musikwerke verbunden. (Vgl. Kauf-mann, Vater u. Sohn.) Die Taschenuhren werden jetzt in der stanz. Schweiz(Genf, La-Chaux de Fonds» Locle u. s. w) zu vielen Tausenden verfertigt. Unter