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11 (1830) T bis V
Entstehung
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433
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Turniere

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Turkomrnicn

Vielleicht gelingt es später der russischen Politik, durch die Unterwerfung dieserSteppenvölker, mittelst der Stationen Khiwa und Buchara, dem ostindischcn Han-del unmittelbar die Hand zu bieten und einen Hauptzwcig des großen Welthandelsmit dem nordöstlichen Europa zu verknüpfen. 20.

Turkomanien, auch türkisch Armenien genannt, begreift den tür-kischen Antheil an dem Lande Armenien (wovon der östliche Strich zu Iran gehört),und liegt im östlichen Theile der asiatischen Türkei, zwischen Iran, den russisch-kaukasischen Landern, Anadoli, Syrien und Kurdistan. ES ist ein ziemlich rau-hes Gebirgsland, wo sich die Zweige der Gebirge Taurus und Kaukasus in ein-ander verflechten, sich der sehr hohe Ararat erhebt, und wo die Flüsse Tigris, Eu-phrat und Kur entspringen. Der Boden ist im Ganzen nicht sehr fruchtbar, sodaßsein Anbau einen anhaltenden Fleiß crfodcrt. Doch gibt es auch, besonders in demsüdlichen Theile, schöne Gegenden, die einen ergiebigen Boden haben und Feigen,Mandeln, Granatapfel rc, hervorbringen. Die hier wohnenden Turkomanen (au-ßer welchen es auch Armenier gibt) sind ein nomadisirendes Volk, das in Horden ge-theilt ist, deren jede ein Oberhaupt an der Spitze hat. Ihr Vermögen besteht mei-st:ns in Vieh, in Büffeln, Kameelen, Ziegen und besonders Schafen. Die Wei-ber spinnen Wolle und weben Tapeten. Die Männer rauchen Taback und hütenihr Vieh. Sie sind beständig zu Pferde, haben ihre Lanze auf der Achsel, den krum-men Säbel an der Seite, die Pistole im Gürtel, und sind muthige Krieger, dievon den Türken gefürchtet werden. Dieses türkische Armenien oder Turkomanien,ist in die 3 Paschaliks Arzerum oder Erzerum (4685 UM.) mit den Quellen desAraxcs und des Euphrats, Kars und Wan getheilt. Man findet darin die ziemlichansehnlichen Städte Arzerum oder Erzerum, Bajazid und Wan. Von neuernSchriftstellern, z.B. Zaubert, wird dies zweite Turkomanien oder türkische Ar-menien mit dem Namen Kurdistan bezeichnet, und s. Bewohner heißen dann dieKurden (s. d.), die als kriegerische Horden häufig zwischen dem türkischen und per-sischen Gebiete wechseln und keine feste Herrschaft anerkennen. 1828 ward der größteTheil dieses türkischen Armeniens, namentlich Erzerum, von dem russ. GeneralPaskewitfch erobert, sollte aber in Folge des Friedens von Adrianopcl (17. Sept.1829) zurückgegeben werden.

Turmalin findet sich meist in lang: n, 36seitigen, langsgestreiften Pris-men, auch in Geschieben, derbrc.; hat kleinmuschligen Bruch und Glasglanz; istroth, violett, blau, grün, brau:., schwarz, meist in trüben Nuancen, durchscheinendund undurchsichtig, so hart wie Quarz und von 3fachem specif. Gewicht. Die Be-standtheile sind Kiesel- und Thonerde, Eisenoxyd und Natron. Manche Varietätenwerden durch Erwärmung polarisch elektrisch. Die unreinen Varietäten werden un-ter dem Namen Schörl getrennt. Er findet sich in Grönland, in der Schweiz, inSachsen Mähren, Sibirien, Schweden, Spanien, Brasilien, Ceylon rc. Die grü-nen Abänderungen aus Brasilien werden unter dem Namen brasilischer Smaragd,die rothen und violetten aus Ceylon und Sibirien unter dem Namen Siberit alsSchmucksteine benutzt; die letztem haben oft hohen Werth.

Turniere (fcanz. tournoi«, lat. torneamenta, von den Schwenkungenund Wendungen der Kämp senden), ritterliche Lustkämpfe zu groß oder zu Fuß, woMann gegen Mann in voller Rüstung mit Speer oder Schwert kämpfte. Dererste Ursprung der Turniere wie des Ritterthums ist ungewiß. Einige Neuere,B. Herder und v. Hammer, haben behauptet, daß er bei den Arabern zu suchen,:nd das deutsche Ritterwesen bloß eine Nachbildung des arabischen sei. Allein allejkschichtliche Denkmale beurkunden, daß das Ritterthum rein germanischen Ur-prungs ist und sich außer Deutschland nur noch in den Ländern entwickelt hat, worutsche Völkerstämme sich niedergelassen hatten, wobei freilich nicht geläugnet wer-n kann, daß die Kämpfe und der Verkehr mit Normannen und Arabern viel zurConv.-Lex. Siebente Aufl. Bd XI. -f 28