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11 (1830) T bis V
Entstehung
Seite
85
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Tectur Tegernsee 85

pe, und die letztere in dem „Neuen Schauplatz der Künste und Handwerker" (28Bde., Ilmenau bis 1827, m. Abbild.) behandelt worden. Ein Hauptwerk ist intheoret. Hinsicht: „Geometrie und Mechanik der schönen Künste und Handwerkerund der schönen Künste". Normalcurs zum Gebrauche der Handwerksleute undKünstler, vom Bar. Eh. Dnpin (aus d. Französ., 3 Bde. mit Kpftn , Strasburg1826). Handbücher sind: „Oiotionnaire tsclinolvFiguo, <>u nouv. Diot. uoi-vorsel llen srts et iiretier« oto.", '1'. XVI bis Uor (Paris 1829, mit Kps.), undI. I. Prechtl's „Technolog. Encyklopädie^(alphabet.), 1. Thl., bis Baumwollen-zeuch (Tübing. 1830). Statistisch wichtig sind: „Darstcll. des Fabrik- u. Gewerb-wesens in seinem gegenwärtigen Zustande, vorzüglich in technischer, mercantilischcrund statistischer Beziehung, und mit Berücksichtigung des Fabrik- und Gewet-bewesens im östreich. Kaiscrstaate", herausgegeben von Stephan Edlem v. Keeß(2. A., Wien 1824, 3 Lhle, und die Fortsctz. des Werks von St. v. Keeß und Blu-menbach (2. B., Wien 1830); die „Abhandlungen der königl. preuß. technischenDeput. für Gewerbe" (Berl. seit 1826, m. Kpfrn., Fol.), und Dingler's „Poly-technisches Journal".

Tectur, die Decke, Bedeckung, der äußere Umschlag, z. B. eines PaketsActen oder andrer Papiere, oder eines auf Oblate gedrückten Siegels u. s. rv. Aufden militairischcn Charten und Grundrissen ist Tectur ein auf dem Nisse befestigtesBlatt, welches einen Theil des Plans oder der Bezeichnung deckt, und z. B. dieveränderten Stellungen einer Schlachtordnung oder verdeckte Theile einer Festunganschaulich macht.

I's Osuin Innclninus etc., oder noch abgekürzter: 1s Vvum vto.,in der deutschen Übersetz.: Herr Gott, dich loben wir rc., ist der Anfang des sogen.Ambrosianischen Lobgcsangs (s. Ambrosius), welchen man bei feierlichen Gele-genheiten (§. B. Sicgesfesten), sowie an hohen Festtagen in den kath. und oft auchin den protest. Kirchen zu singen pflegt. Seine Ehoralmelodie gehört zu den ältestenTonstücken, die wir haben. Unter den neuern ausgeführten Compositioncn diesesHymnus sind die von Hasse, Naumann, Haydn, Danzi und Schicht berühmt.

Tegernsee, Dorf, Schloß und königl. Herrschaft (3 H)M., mit 3200Einw. in 10 Dörf., 26 Weilern und 112 Einzclhöfen), 7 Meilen von München,im Jsarkreisc Baierns, am Tegernsee, der 2471 bair. Tagewerke im Spiegel halt,bis 300 Fuß tief ist und den Mangfall entläßt. Hier lag die in neuerer Zeit aufge-hobene, ehemals gefürstete BcnedictincrabteiTegernsee. Die Geschichte dieser altenAbtei hat Max. Freih. v. Freybcrg (München 1822) beschrieben. UnterdesKönigSMaximilian l. Regierung wurde in dem schönen Schlosse zu Tegernsee mehrmalsdie Anwesenheit hoher Gäste gefeiert. Der Tegernsee liegt von hohen Bergen um-schlossen, die, am Fuße von Wiesen und Feldern nmgrünt, weiter hinauf von Laub-und Nadelholz bewachsen, nach oben zu in schroffe, steile Spitzen ausgehen. DieseUmgebung ward zu einer Bergbeleuchtung benutzt, die wol das großartigste Schau-spiel war, wodurch der König den Namen seiner fürstl. Gäste feiern konnte. Aufden steilen Abhängen des Wallbergs und des Setzbergs wurden die kolossalen Li-nien der Buchstaben mit Holzstößen bezeichnet. Man brauchte ^ Stunde Zeit, umder Länge eines einzigeil Strichs nachzusteigen. Bei der Ungleichheit des Bodenscrfoderte diese Bezeichnung, deren Standpunkt Kaltcnbcunn Stunden von Te-gerusce war, eine geometrische Berechnung; dadurch wußte man sogar die engl.Buchstaben mit ihren geschwungenen Linien und Licht- und Schattenstrichcn hin-zuschreiben. Zugleich ward das Wäldchen am untern Abhänge mit Lampen erleuch-tet, und auf allen Gipfeln der Berge rings um den See, sowie am Seeufcr selbst,flammten Feuer auf; dabei Kanonendonner, Musik und Feuerwerk. — Schloß undHerrschaft hat der verst. König seiner Gemahlin geschenkt. Die Zimmer der Köni-gin daselbst enthalten eine Sammlung guter Landschaften, Genre-, Thiex- und