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Ja-fclmnde
Tafelrunde Zu Ende d. 5. Jahrh, herrschte in Britannien, so erzähltdie Sage, ein christlicher König oder Obcrfcldhcrr der Briten, Uthcr-Pendraqon, dereinen der mächtigsten, aber ebenso weisen und wohlthätigen Zauberer, NamensMerlin, zum Freunde und Rathgeber hatte. Dieser riclh ihm, an einer rundenTafel zu frohen Gelagen alle s. Ritter zu versammeln, die sich durch Frömmigkeit,wie durch Tapferkeit, gegenseitige Freundschaft und Treue gegen den König aus-zeichneten. Sie sollte auf 50 solcher Edlen in ihrem Umfange berechnet sein, undvor der Hand nur von 49 besetzt werden, der Platz für den fünfzigsten aber leerund Dem aufbewahrt bleiben, welcher, wie Merlin sagte, erst noch geboren wer-den sollte. Der Versuch, den ein dazu nicht berufener Ritter machte, in Merlin's.'lbwescnheit diesen Platz einzunehmen, endigte damit, daß der Anmaßende im Nuin die Tiefe hinabsank und nicht wieder zum Vorschein kam. Dieser Versuchschreckte jeden ab, die leere Stelle einzunehmen, die dem Sohne des Feldherrn,dem berühmten König Arthur oder Artus, bcschiedcn war. Er zeugte denselbenmit der Jnguerne (Jngarca), der weisen, verständigen Gemahlin eines widerspen-stigen Vasallen, in die er sterblich verliebt war, und welche ihn als ihren Gemahlumarmte, weil ihm Merlin dessen Gestalt gegeben halte. Als ihr Gemahl beieinem Ausfall geblieben war, ward sie Utbcr-Pendragon vermählt. Merlin haltesich zur Belohnung für s. Zaubecweck die Erfüllung der Bitte ausbedungen, welcheer am nächsten Morgen nach der Umarmung thun würde, und diese bestand darin,ihm den Knaben zu überlassen, den Jnguerne nach 9 Monaten gebar. Es wardies Arlhur. Merlin ließ ihn in Allem, was dem tapfersten wie dem tugendhaf-testen Helden geziemte, unterrichten, und so füllte dieser, späterhin als der ta-pferste Ritter und König zugleich die leere Stelle der runden Tafel aus, die auchunter ihm der Sammelplatz aller tapfern, edlen, frommen Ritter blieb. DieseTafel, an welche zugelassen zu werden der höchste Preis aller Anstrengungen, Tu-genden und Verdienste und gefährlicher Proben war, gab den romantischen Dichternmannigfaltigen Stoff. Was für die franz. Romanciers Karl mit seinen 12 Pairs,das waren für die britisch-normänm'schen die Ritter von der Tafelrunde, und soentstand eine Menge von Dichtungen, die in der romantischen Poesie einen eignenKreis bilden. Nach a. Nachrichten stiftete Arthur selbst in Vork diese Nittertafelbei einem großen Feste. S. die „Oanibiian populär nntiguities" von Robert unddas anziehende Gedicht: „1,08 Olievuliers <le In tadle roncle", von Ereuzä dc Les-scr (2. Aust, Paris 1813). Nach Jos. v. Hammer sind die 7 Tafeln im Schah-nameh und die Sage von den 12 Recken der älteste Roman der Tafelrunde, dersich späterhin in den arabischen Romanen, als zur Zeit Nuschirwan's, und in denwestlichen, als zur Zeit des Königs Arthur, wiederholt hat. Alle Dichtungen vonder Tafelrunde gehen von folgender Legende aus. In den Kelch, dessen sich Jesus beiEinsetzung des Abendmahls bediente, sing Joseph von Arimathia das Blut auf,das aus Jesu Seite bei seiner Kreuzigung floß. Mit diesem Kelche, der Gral ge-nannt, verrichtete Joseph in verschiedenen Landern, besonders in England, er-staunliche Wunder; so auch s. Nachkommen, unter welchen dieser Kelch als ein hei-liges Eigenthum forterbte. Nach einigen Geschlechtern ging er verloren. Ihnwieder aufzusuchen, stiftete Ritter Pendragon, Arthur's Vater, den Orden der Ta-felrunde, dessen Rittern als erste Pflicht oblag, die ganze Welt zu durchstreifen,um den heil. Gral aufzusuchen. Die Erzählungen hiervon waren ursprünglichlateinisch vorhanden. Die Tcouvörcs bearbeiteten jene christliche Legende undbrachten sie, wie es scheint, erst in Verbindung mit der britischen Sage vom KönigArthur (s. d). Von ihnen empfingen sie die Deutschen. (S. Wolfram v.E sch enba ch,) Herr v. Hammer meinte, der Gral sei vielmehr der Kelch des gno-stischen Vereins oder das Gefäß der Feuertaufe. (S. Baphomet.) Wahr-scheinlich ist dep Gral eme PersiümnlesimA deß lat. sanscms -rvM» (das