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11 (1830) T bis V
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Tabor teil

Tabulatur

farbig drapirt sind und doch zugleich den nuckle» Th.il ihrer Eamalion behalten,eine ganz unnalürbche Vermischung der Plastik und Malerei entstehe, welche durchkünstliche Beleuchtung wol zu gemalten Reliefs, nicht aber zu Gemälden erhobenwerden könne. Darum, folgert er, erkenne die strenge Kunstkritik nur Tabicauxi» Monochromen oder einfarbigen Figuren, oder in röthlichgelben Figuren, denenin Thon oder terraontta ähnlich, wie man sie in einem Festspiele von FriedrichKind aus der Bühne nach alten Basengemäldcn versucht hat, keineswegs die viel-farbigen (oder Polychromen) an. Dies dahingestellt, so ist gewiß, daß es fürdenkendeKünstler nichts Erfteulicheres und Belehrenderes geben könnte als öftere 4Vereinigung zu solchen Bilderdarstellungcn, bei welchen jeder seine Ideen erst durchlebende Gestalten darzustellen suchte, ehe er sie m't Linien entwürfe. Denn nichtallein, daß dadurch immer neue Gedanken in dem Künstler angeregt werden würden,die Natur würde auch die Kunst schwesterlich warnen vor jeder Verrenkung, Un-wahrheit und Übertreibung. Was man bei Ballets und überhaupt in Schauspiele»gewöhnlich Tableaux nennt, ist hiermit gar nicht zu verwechseln, weil theils dabeileider selten Rücksicht auf eine recht künstlerische Beleuchtung und Anordnung ge-nommen wird, theils aber auch die Stellungen der Tänzer für das Auge des bilden-den Künstlers stets etwas Eckiges und Übertriebenes haben- Eine glückliche Idee,wenn auch nicht gerade im Sinne der Kunst, ist es, daß man die Tableaux in derneuesten Zeit mit einer Räthselaufgabe verbunden und sie dadurch anziehender zumachen gewußt hat. Man hat sie (z. B. in Weimar) als Sylbenrathsel, wo erst ^die einzelnen Sylben, dann das Ganze eigne Gruppinmgen bilden, dargestellt.

Taboriten, s. Hussitcn.

Tabulatur (fälschlich Tablatur), ein Kunstausdruck, welcher vorzüglichehedem in der ausübenden Tonkunst gebraucht wurde, und den Inbegriff aller mu-sikalischen Schriftzeichen bedeutete, deren man sich bei Verzeichnung eines Ton-stücks bediente. Die Hauptzeichen bestanden in Buchstaben, Ziffern und später-hin) den dieOctave, in welcher ein Ton genommcn werden sollte, bezeichnendenLinien. Die übrigen, zur Bezeichnung der Pausen und des Notenwerchs erfoder-lichenZeichen findet man in Walther'sMusikalischemLexikon", Tab. XXl. Die-ser musikalischen Schrift durch Buchstaben bedienle.man sich bis zum 1t. Jahrh.,in welchem die eigentliche Notenschrift auskam. (S. Noten.) Da letztere eine 'ital. Erfindung war, so wurde sie im Gegensatz der erstem die ital. Tabulatur ge-nannt. Doch ist dieser Name bald verschwunden, und man nennt jetzt nur die erstere, id. i. die alte musikalische Schrift durch Buchstaben Tabulatur, oder deutsche Ta-bulatur. Aus derselben schreiben sich jedoch einige noch jetzt übliche Namen undZeichn, her, durchweiche man dieOctave bestimmt, welcher ein Ton angehört.

Man theilte nämlich ehemals dieTöne inOctaven ein, jede von o bis Iiheraufwättsgerechnet, und unterschied: 1)Die untersteOctave (auchdie große genannt), reichend

von bis . Die in derselben liegenden Töne wurden und

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werden auch noch hier und da mit großen Buchstaben bezeichnet, E, D, E rc. 2)

Die herauswarts folgende Octave, auch die ungestrichene genannt, deren Umfang

von h,'s ist, ud deren Töne durch kleine Buchstaben

angedeutet werden, z. B. c, d, e, rc. 3) Die dann auswärts folgende einge-

stlich.'ne Octave, von bis , deren Bezeichnung durch kleine

Bückst aben mik einem Si'i-k-e aus folgende Weise geschieht: c, d, e, f rc. 4) Die