2 - Tabellen Tableaux
geholt, man führt jährlich für 2 Milt. Gldn. dieses Tabacks aus; den podolischenTaback, er ist Nicht so braun und fett, und überhaupt schlechter; den ukrainischenBlättertaback, der fast dem ungarischen gleichkommt; es gibt von ihm2Haupl-solttn, den Titun- oder Rauchtaback und den Bakun, der zu Schnupftaback be-nutzt wird; überdies hat man noch den virginischen und amerssorter aus virgini-schem und Holland. Samen, und den saratofschen; den türkischen Taback, derkleine, grünliche, braungelbe oder lichtgelbc Blatter und einen angenehmen Geruchhat, aber leicht berauscht, der beste ist der von Tjenidsche; den französischen, wel-cherart Flandern und Elsaß theils zu Carotten verarbeitet, theils gemahlen und zuReepo g stoßen wird; den deutschen, der von vorzüglicher Güte zu Nürnberg,Hanau, Speier, der Pfalz, Pommern, Mecklenburg, und außerdem noch imMciningischen, in Sachsen, in der Niederlausitz, in Schlesien u. st w. gewonnenwird. Auch in Holland baut man viel Taback. Der sogenannte schneebergerSchnupftaback wird zu Bockau, Sofa und Schonheydc aus aromatischen Kräuterngefertigt. Die Holländer und Hamburger sind die geschicktesten Tabackshändlerund wissen den Taback am besten zuzurichten. Alle Tabacksblätter erhalten erst inden Fabriken eine Beize, die den Taback wohlschmeckend und gutriechend macht,irnd die jede Fabrik geheimhält. Die fetten Blätter werden zu Schnupftaback ge-mahlen oder gestampft. I?«.
Tabellen, geordnete Verzeichnisse zur schnellen Übersicht einer Menge ein-zelner für das Gedächtniß und die Beurtheilungskraft bequem zusammengestellterNotizen. In dem GeschastSleben der Staatsbeamten sind Tabellen zunächst zurRechenschaft gegen die Oberbchörde bestimmt, namentlich bei den Gerichtsbehör-den, z. B. Criminal-, Civil-, Concurs-, Proceß-, Vo.mundschafts- u. a. Tabellen.Sie leiten nicht nur die Oberaufsicht der vorgesetzten Stellen, sondern geben auchder Unterbehörde ein Mittel der Selbstccntrole an die Hand. In wissenschaftlicherHinsicht ist das Tabellenwcrk, wenn es nach fruchtbaren, die Vergleichung erleich-ternden Gesichtspunkten angelegt wird, ein Hauptmittel des Studiums und führtoft bei verständiger Betrachtung zu überraschenden Resultaten, vorzüglich in derStatistik; nur darf es nicht in bloßen Zahlen bestehen. In der Geschichte sinv diesynchronistischen Tabellen, nach großen Perioden des Schicksals der Völker undStaaten abgetheilt, den bloßen Zeittafeln oder reinchronologischen Tabellen vorzu-zü hen. Für das Studium der G e n e a l o g i c (s. d.) sind Geschlechtstafeln unent-behrlich. Unter den historischen Atlassen ist der von Las Cafes oder Lesage(n. A., Paris 1824 — 28, 37 Charten, gebunden 140 Fr.; teutsch u. Verb.lilhogr. Karlsruhe) mehr ein reichhaltiges Repettorium, als zur klaren Übersichtder wichtigsten Thatsachen bequem. Brauchbar ist Kruse's „Atlas z. Übers. derGesch. aller europ. Länder und Staaten" (4. Ausg., Halle 1828, 4 Liesir. gr. Fol).(Vergl. Chronologie.)
Tabernakel (lat.) bedeutet ursprünglich ein Zelt, in der lat. Bibelüber-setzung die Stistshütte der Jsraeliten, daher das kleine altar-und nischcnföcmige,gewöhnlich reich mit Gold und Edelsteinen verzierte Behältniß, worin die geweihteHostie auf dem Hochaltar kathol. Kirchen verwahrt und zur Schau ausgestellt wird,wie auch eine kleine, mit Säulen und Giebel versehene Nische zur Verwahrung vonHeiligenbildern, Reliquien und andern Heiligthümern, Tabernakel heißt. DieMethodisten nennen ihre Bethanser so, um dadurch an die Stistshütte zu er-innern. L.
Tableaux, lebende (lAble-mx vivrrn»), nennt man die Gemäldedar-stellungen durch lebende Personen, welch? jetzt theils als künstlerische Übungen,theils als sinnreiche und reizende Festsplele beliebt sind. Ihre ersten Spuren könnenwir in den pantomimischen Tanze» der Alten suchen; doch war dort mehr eineReib »folg? von Steffnng-n, von d'nen nur einige, Minutenlang festgehalten,