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eine dadurch mehr gebundene Wirksamkeit «4 zuließ, der edelsten Gemeinnützigkeittreu, die der Grundsatz und die Freude s. Lebens war. Bei einem fortwährendkränkliche», Körper arbeitete er bis an s. Tod «mermüdet in den seinen Erfahrungenund Kenntnissen angeeigneten Zweigen der Staatsverwaltung, einmal aufgefaßtePlane mit immer gleicher Punklichkeit, weiser Zsiteintheiiung und Leichtigkeit imArbeiten beharrlich durl führend. Zwei s. verdienstlichsten Amtsarbeitcn waren dievollständigen Materialien zu einer Medicinal - und zu einer Feuer - Cassenordnung,woraus erst 15 Z. nach s. Tode der vollendete Bau dieser beiden neuen Staatsan-stalten in Han.burg gröfitentheils hervorging. In s. letzten Willen schenkte er s. be-sonders in der Geschichte, Länder- und Völkerkunde, den Staatswissenschaften, derTechnologie und Kunst reichhaltige, aus 80M B. bestehende Büchcrsammlungder Hamburger patriot. Gesellschaft zur Bcförd. der Künste u. Gewerbe, der er zu s.ersten bürgerl. Bildung so Manches, und die ihm in s. lOjahr. Leitung ihrer Ge-schäfte von 1780— 90 so viel verdankte, indem er mit s. Freunde Meyer, durcheine neu« Organisation, ihren dauernden Bestand gründete. Gelbst jenes Ber-mächtniß trug dazu bei, indem die Gesellschaft dadurch die erste Veranlassung zudem von ihren Mitbürgern freigebig unterstützten Ankauf eines wohleingerichle-ten Hauses erhielt, um darin die Günther'sche Bibliothek, mit der ihrigen und ihrenübrigen reichhaltigen Sammlungen vereint, zweckmäßig aufzustellen. — G.'sFeermd und Mitarbeiter an mehren patriot. Instituten, der Domherr Meyer, hat1810 in s. Schrift: „Johann Arnold Günther. Ein Lebensgemälde", diesen ham-durgisch-n Patrioten und Staatsmann treffend geschildert. Auch gab er aus denhinterlaff. Schriften G.'s s. auf einer Reise 1796 geführtes Tagebuch u. d. T.heraus: „Erinnerungen aus den deutschen Kriegsgegenden, der Schweiz und denangrenz. Ländern" (Hamb. 1806), das scharf- und freisinnige Beobacht, enthält.
Gurlitt (Johannes Gottfried), l> derTheol., Direkter und erster Pros. desJohanneums zu Hamburg, und Pros. der oeiental. Sprachen am Gymnasium das.,geb. zu Halle d. 1Z. März 1754, erhielt s. erste Bildung auf der Thomasschule zuLeipzig. Dir gelehrte Ausbildung aber für die Universität «»langte er unter deinRector Joh. Fr. Fischer, dessen gründl. Philolog. Gelehrsamkeit und strenger rechtli-cher Charakter ihm zum Vorbilde wurden. Im 19.1. bezog G. 1773 die Univer-sität Leipzig. Als akadem. Bürger setzte er s. Philolog. Studien mit dem angestreng-testen Fleiße fort und verband damit die theolog. und Philosoph, unter Leitung einesMorris, Platner, Sammet u. A. In der Theologie herrschte damals die heftigsteVerschiedenheit der Meinungen G., der schon früh die Wahrheit jenes berühmtenAusspruchs des Malebranche erkannt hatte, daß Zweifeln der erste Schritt zurWeisheit sei, und folglich keiner Meinung ohue eigne Prüfung zu huldigen ge-wohnt war, wohnte sowol den streng orthodoxen und fast schwärmerischen Vorlesun-gen des ErusiuS als den völlig entgegengesetzten des gelehrten I. A. Ernesti bei.So ging au« langer u. gewissenhafter Prüfung für s. Überzeugung endlich die freie-ste ratioaalist. Ansicht in theolog. Glaubenssachen hervor: eine Ansicht, welche stetssein Eigenthum geblieben ist. Nach beendigter akadem. Laufbahn wählte ihnResewitz, Abt zu Kloster-Bergen bei Magdeburg, 1778 zum Oberlehrer am Päda-gogium dieses Klosters; 1786 rückte er in den Eonvent, und schon 1779, als der bis-herige Rector Jonä s. Amt verließ, erhielt er m Verbindung mit dem MathematikerLorenz die gcmeinschastl. Verwaltung des Rektorats, bis 1797. 1794 fand dieUntersuchung aller Schulen des preuß. Staats durch Herme» und Hilmer, in Hin-sicht auf theolog. Lehre statt; auch Kloster-Bergen ward von ihnen besucht, undwenngleich die dort herrschende frei« Lehra tt diesen Eiferern wenig zusagen mochte,so erhielt doch deßhalb das Kloster kein tadelndes Rcscript; dagegen warb auf An-stiften von Hermes eine „Recherche" des dortigen Schulwesens durch den MinisterWöllner verordnet. Unter Denen, die damit beauftragt waren, war eS Hecker beson-ders, d r G.'s Werth «»kannte, und auf dessen Betrieb er 1797 zum Pros. und