Guldberg Gulden 845
«lekranoe ilepuie la loiuiation >1« la monarebie jusgu'au treiriemo «i«vle"(miteiner Einleitung u. Anmerk.) in 30 Vdn.: die erste Sammlung dieser auch für diedeutsche Geschichte und die deS Mittelalters wichtigen Zeugnisse der Zeitgenossen.1826 fg. erschien zu Paris s. „Uist. <ls I» revol. «le l'tlußlst. <lep. l'svöaewentäe Obarlss I suxgu'ä la cbüto »Iv llaegue» ll" — Bis zur Aufhebung der Censurund der Auflösung der Normalschule 1822 war G. königl. Censor und Pros. andieser Bildungsanstalt. Seine Verträge über die neuere Geschichte wurden so gerngehört, daß der Ünterrichtsraih sie für das Schuljahr 1824 nicht wieder gestattete.Erst nach dem Sturze deS Villele'schen Ministeriums 1828 trat er wieder als Leh-rer auf, und s „tlours ilchiüt. woilerne" in 18 legou« (Paris 1828) ist ein Ober-blich des Ganges der Civilisation in Europa seit dem Mittelaltcr. Im März 1829warb er wieder in die Liste der außerordentl. Staatsräthe eingetragen. — Guizot'SGattin, Pauline, geb. ds Meulan, hat mehre gut aufgenommene Romane undeinige Werke über Erziehung geschrieben; doch schadete sie ihrem Rufe durch ihreJournalfehdc mit dem Abbe Salgucs, dem Vers. von einseitigen Memoiren überNapoleon als General u. Consul. Auch redigirt« sie eine Zeit lang die Theater-Art.in dem „Publiciste". Sie starb d. 1. Aug. 1827 zu Paris, 54 I. alt. 20.
Guldbcrg (Friedrich, mit dem Adelsbeinamen Högh), Pros. und Ritter,Sohn des 1808 gestorb. Staatsministers, Ove Högh-Guldberg, geb. zu Kopenha-gen d. 26. März 1771, ist einer der originalsten dänischen Dichter. Seine „DreiRosen deS Lebens", eine höchst liebliche Idee, wurden durch Gräier's Nachbildung inganz Deutschland bekannt, und nach Döring's sowol als des CapellmsisterS HurkaCompositionen i.» Concerten aufgeführt. Müller in Berlin behandelte eS als Volkslieb; Buchhändler Campe aber nahm dieses Gesellschaftslied in seiner ersten undrichtigern Gestalt in die von ihm herauSgeg. allgemein beliebte Licdersammlung aufG.'s Lied auf den sterbenden Abrahamson, das man in der Alterthumszeitung:„Jdunna und Hermobe" für 1816 findet, und mehre neuere Lieder sind vom Hof-musicus Kuhlau zu Kopenhagen mit Compositionen begleitet, durch welche der eigneGeist der alten dänischen Volksmelodien zu wehen scheint, llngemein schön daruntersind „Die Blume der Ewigkeit" („Lvigbeckedlomoten") und „Der Sterbende"(„von Vüemiv"). Seine früher gesammelten Gedichte kamen 1815—16 aufsNeue in 3Bdn. heraus und haben, da sie auch mehre prosaische Stücke von gleichemWerth enthalten, den veränd. Titel: „8amle«le Smantmx" (gesammelte Kleinig-keiten). Das Neueste sind seine jedem fühlenden Bibelleser höchstwerthe „Hißte averbidelske Liuner" (Gedichte über bibl. Gegenstände, Kopenh. 1823), für die Ju-gend bestimmt, deren Herz und Phantasie fie auch zu ergreifen vollkommen fähigsind. Noch verdankt man ihm (während s. Aufenthalt» zu Kiel) die Herausg. der„Zeitung für Literatur und Kunst in den dän. Staaten" vom Juli 1807 bis mitdem Juni 1810. G. hat auch den Tecenz und Plautus (6 Bde.) übersetzt. 87.
Gulden, eine deutsche Silbermünze, welche übereinkünftlich 16 Groschenoder 60 Kreuzer gilt. Noch führen andre Münzen von verschied. Werthe in undaußer Deutschland diesen Namen, und sind theils Rechnungsmünzen, theils wirkliche.So ist ein Gulden in Augsburg eine Rechnungsmünze von 20 Gr. 4 Pf.; in Basel14 Gr. 9 Pf.; (Wechselgeld 16 Gr. 8 Pf.); in Zürich 15 Gr. 6 Pf.; (Wechselgeld17 Gr.; Münze 14Gr. 4Pf.); ein Gulden zuSt.-Gallen Rechnungsmünze von14 Gr.; ein Gulden in Genf 2 Gr.; in Brabant 11 Gr. 2 Pf.; (Wechselgeldi 13 Gr.); in Holland 13 Gr.; in Lüttich 8 Gr.; in Ostfciesland 8 Gr. 4 Pf.;
ein Gulden polnisch in Danzig 6 Gr.; ein Gulden preußisch in Königsberg 7 Gr.' 6 Pf.; ein polnischer Gulden 4 Gr. (seit 1766; vorher 3 Gr. 4 Pf.); «in preuß.
Gulden 8 Gr. (seit 1776; vorher 6 Gr. 8 Pf.); ein Gulden in Riga 8 Gr.; inTriest 15 Gr. Anfänglich waren die Gulden Goldmünzen, die zuerst in Floren; 1252,auf der einen Seite mit dem Gepräge einer Lilie, auf der andern mit dem Bilde Jo-hannes des Täufers, geschlagen wurden, und ungefähr so viel als einen DukatenCvnv.-eex- Siebente Aufl- Bd, lV. -f 6V