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Guitarre
Guizot
diesen doppelten Mord nur noch mehr angefacht, und der Haß der Katholikengegen den König steigerte sich zum Fanatismu». Heinrich von Navarra (Hein-rich IV.) sagte, als er die That vernahm: „Wäre Guise in meine HLnde gefal-len, ich würde ihn anders behandelt haben. Warum, setzte er noch hinzu, hater sich nicht mit mir verbunden; ganz Italien würden wir vereinigt erobert haben".S. „l-es Ltat» <Ie Lloi», ou la inort <Ies Uil. lle Kuise, aoenea kistoriguea"vom Vers. äe, karrivacke» (Vitet) (Paris 1828, 3. A.).
Guitarre. Dieses in der letztem Zeit einmal Mode geworbene, der Lautesehr nahe kommende Instrument ist zur Begleitung kleiner Gesänge und Lieder vor-züglich passend. ES hat 6 Saiten, welche in die Töne 6, .4, «I, x, ii, e, ge-stimmt und theils mit den Fingern gerissen, theils mit dem Daumen gestrichenwerden. Die besten Guitarrschulen sind von Doisp, Bartolazzi, Giuliani, einerder größten Gw'tarrspieler, und Lehman» (neue Guitarrschule). Außer Giulianisind noch Zocchi und von Gärtner als Guitarristen bekannt geworden. Ein deut-scher Künstler zu London bereicherte die Guitarre an dem untern rechten Backender Resonanzdecke mit einer Elaviatur von 6 Tasten, deren Tangenten bei Be-rührung der Tasten aus dem Schallloche hervortreten und die Saiten berühren, wiedie Hämmer eines Pianoforte. Daher hat diese Art den Namen der Pianosorte-gnitarre erhalten.
Guizot (FrangoiS), Pros. der neuern Geschichte an der Akad. zu Paris,geb. 1787 zu Nimes, ein Protestant, studirte zu Genf Philosophie und deutscheLiteratur, ging nach PariS, widmete sich den Wissenschaften, ward Mitarbeiteran gehaltvollen Zeitschriften, und gab theils sprachwissenschaftliche, z. B. daS„dlouv. Oivtionn. <Ie« «/nonz-mea >Ie la lauguo kräng." (2. A. 1822), theilsbiographische, theils auf die Erziehung und den Zustand der schönen Künste inFrankreich Bezug habende Schriften heraus. Erst 1814, nach der Restauration,betrat er die administrative Laufbahn, in welcher er, beschützt von dem Abbö Mon-tesquieu, schnell emporstieg, und als Generalsecretair im Ministerium des Innern,dann im Ministerium der Justiz zu einem großen Einfluß gelangt,. Allein die Art,wie er anfangs manche von s. Gönnern betriebene Reformen ausführte, machte ihnnicht beliebt. Bei Napoleons Rückkehr von Elba begleitete er Ludwig XVIII. nachGent und ward dafür von dem Könige zum Requetcnmeister, 1817 zum Staats-rath ernannt. Bon jetzt an zeigte G. gemäßigtere Gesinnungen und gehörte zu densogen. Doctrinairs; allein der Sturz des Ministers Decazes (s. d.) 1820 hatteauch s. Entlassung zur Folge. Denn das von ihm früher, als Montesquieu'-Schützling, befolgte System ward jetzt von den Gegnern der Liberalen gegen diesegeltend gemacht. G. wirkte seitdem als Lehrer der Geschichte und als Schriftsteller.Man schätzt vorzüglich s. (zum Theil mehrmals aufgelegten und ins Deutsche übrrs.)publicistisch-historischen Schriften, z. 8. s. „Iilöes nur la libert«- lle la preise"(1814); s. Buch: „Du xouvernoment repröaentatik et «le l'etat avtuol <Ie lakranv«"(1816); s. sur I'dietvire ot aur I'etat aetuel cke I'inatruvtion eu
krauoe" (1816); und „Du gvurvrnem. >Ie I» kranee ilopuia I» rortauratiou et«In wiuiotere aetuel" (4. Aufl. 1821). Seine Schrift: „Des eonapirationa et>Ie I»ju«tiee pvlitigue" (2. Aufl. 1821) enthält wichtige Thatsachen, die eapion,und provoeateurs sAnhitzer) betreffend, deren sich die Polizei alS Werkzeuge bedient.Aufmerksamkeit verdient s. Untersuchung: „ve la peine «I« wart «v mutiere poli-tigue" (1822). In s. „kiiaaia «ur l'biitoire «ie kranos", verbunden mit derVerb. Ausg. von Mably's „Observat. aur I'biat. ste Vr." (Paris 1823 , 4 Bde.)zeigt er, wie der vaterländisch gebildete Mittelstand der Kern, und in Zeiten der Ge-fahr die Stütze der Staaten ist. Auch gab er eine „OoUeotion ,iea mvmoire, re-lativ a la revvlution ä'^n^Ieterre" (Paris 1823, in 25 Bdn) heraus, die für dieGegenwart sehr lehrreich ist; hieraus eine „Oollect. ,ie, mömoire« r-Iarisa ä l'diat.