Guinee
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Guiscard
ist diePfeffcr - oder Körnerk üste merkwürdig. Sie erstreckt sich 100 Seemeilenweit vorn Cap Mesurado bis zum Palmenvorgcbirge und ist im Ganzen flach, wal-dig und von vielen Strömen durchwäff-wt. Den Namen hat diese Küste von benPa»radieskörnern und dem langen Pfeffer (Malagucte), zweien Arten Amomum, diehäufig wachsen und alS ein beliebtes Gewürz ausgeführt werden. Sie wird zumTheil von den kriegerischen Volofs(Jaloffen) bewohnt, den schwärzesten und größtenunter allen Negern, dann von den weit verbreiteten Fulah« und vielen andern Bölkern.Fast alle sind eigentliche Neger, der mohammedanischen Religion zugethan und wer-den von ihren Häuptlingen völlig despotisch regiert. Einige unter ihnen, besonder- inder Nähe de- Rio Sestos, streb von sanfteren Sitten und treiben Handel mit den Ge-würzen ihres Landes, mit Elfenbein, Leder und Goldstaub, aber auch mit Sklaven.Hier haben die Nordamcrikaner im Lande Sanguin die Negercc lvnie Liberia, ähnlichder britischen auf S i e r r a L e o n r (s. d.), gegründet. Weiter östlich erstreckt sich dieEifenbeinküste 110 Seemeilen weit vorn Palmcnvorgebirge bis nach dem EapApol-lvnia. Hier gibt es keine europ. Niederlassung, doch handeln dir Sinw. vorzüglich mitElfenbein, auch mit Gold, Salz,Baumwolle, Indigo, Palmmwein, Reiß und man-cherleiGewürzen. Dann folgt die Goldküste, die westl. vom CapApollonia bis zumRio Volt» eine Ausdehnung von 60 Seemeilen hat. Hier liegen die NegerstaatenApollonia und Axim mit dem holländ. Fort Gl.-Anlon und a. holländ. Niederlassun-gen, vnler welchen St.-Georg de la Mina die wichtigste ist. Die vornehmst« brit.Besitzung und Festung auf dieser Küste heißt Eap Coast Castle (auch Cabo Corsogenannt), bekannt durch den blutigen Krieg mit den mächtigen AshantiS (s. d.)1823. Die ganze Küste, sowie das Innere dcS Landes, ist außerordentlich volkreich.Nach der Goldküstc folgt die Sklavenküsie, die von Rio Vvlta bis Rio Logos etwa48 Seemeilen weit sich erstreckt. Die bridenHavplstaatcn Mhida und Dahomcysind mächtig und volkreich. Engländer, Holländer und Dänen haben hier mehreFactoreen. Über Guinea sind, außer ältern Sch.isten, z. B. von Römer, Jsert,Labarther, des dän. MissionnairS Monrad „Beilr. zur Schilderung Guineas"(Kopenh. 1822) wichtig. Monrad erklärt sich nachdrücklich gegcn den Sklavenhandel.
Guinee, eine mgl. Goldmünze, einundzwanzig mgl. Schilling enthaltend,über 7 Thlr. Conv.-Geld. Die ersten dieser Münzen wurden unter Karl li. ausdem Golde geprägt, welches die Engländer ouö Guinea holten; daher der Name.
Guiscard (Robert), Herzog v. Apulien und Ealabnen, ein Sohn des be-rühmten Tancred v. Hauteviüe, ward um 1015 geb. Hauteville hatte eine MengeSöhne, und s. Besitzungen in der Normanl-ie waren nur klein. Die» veranlaßte s.3 ältesten Söhne, Wilhelm den Eisenarm, Dagobert und Humphrey, sich nach Ita-lien zu wenden und ihre Dienste den dortigen, in steten Kriegen begriffenen Fürstenanzubieten. Glück, Muth und List »«halfen Wilhelm Eistnarm, der die Schwächedcrital. Fürsten zu benutzen verstand, zum Besitz von Apulien, undRoberl Guiscard,heranwachsend in dieser Zeit, brannte vor Begierde, das glänzende LooS s. BrüderinItalien zu theilen. Bald fand sich in jener zu Wagnissen aller Art ausgrlegten Zeitein Häuflein Abenteurer, das in Hoffnung auf reiche Beute ihm folgte, und Robert,dem nicht weniger Muth einwohnte wie s. Brudern, zeichnete sich in einer Menge vonGefechten so aus, daS di- von seinen Thaten begeisterten Krieger ihn nach seinesBruders Humphrey Tode zum Grafen von Apulien ausriefen: eine Würde, welcheGuiscard kein Bedenken trug anzunehmen, obschon Humpdrey's Kinder dadurchin ihren Rechten gekränkt wurden. Nun eroberte er auch Calabrim, In dessenBesitz ihn Papst Nicvlaus ll, 1057 bestätigte, der ihn nicht lange vorher, wegen s.vielfachen Gewaltthätigkeiten, in den Bann gethan hatte. Aus Dankbarkeit machteRobert sich vrrbindlich, dem römischen Stuhle jährlich «inen Tribut zu entrichten;von daher schreibt sich daS bis in unsere Zeiten bestandene Lehnrecht de» päpstl.HoseS über Neapel. In Apulien selbst herrschte Guiscard mit großer Willkür.Die-Land hatte bis auf ihn mehre Privilegien und eine Art Verfassung gehabt;