Guinea
Guillotine
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kehrte und das Bermittelungsgeschäft in der griechische» Sache aufs Neue über-nahm. G. ist einer der unterrichtetsten fcanz. Ofstciere, und man hat von ihmeine Geschichte der neuern Kriege zu erwarten.
Guillotine. Diese Köpfmaschine wird irrig für eine während der Revolu-tion von dem Arzte Guillotin zu Paris gemachte Erfindung gehalten; ebensofalsch ist da- gewöhnliche Urtheil über diesen Mann von strenger Rechtschaffenhei»,der, zu Samtes den 28. Mai 1738 geb., vor der Revolution in ziemlicher Dunkel-hüt lebte. Durch s. Bittschrift der 6 Corps, für die er von Seiten der Regierungverfolgt wurde, zog er die Theilnahme des Bolks, das ihn im Triumph aus demGerichte zurückführte, auf sich und wurde zum Mitgliedc der Nationalversammlungernannt. Er zeichnete sich durch s. Charaktermilde aus; so war auch im Geiste derHumanität sein Bericht über das peinliche Gesetzbuch am 1. Dec. 1789 abgefaßt,worin er statt des qualvollen Stranges jene Maschine vorschlug, die seinen Namenerhielt. G. starb d. 26. Mai 1814 in Paris alseiner dcrgeschicktestenÄrztc. WiePater Labat in s. Reisen erzählt, ist die Guillotine eine persische Erfindung. Daßsie auch in Europa schon früh gebraucht wurde, beweisen alte Erzählungen und Denk -mäler. Konradin von Schwaben wurde zuNcapel nichtdurch da- Schwert, sondernallen Nachrichten zufolge durch eine Art von Guillotine enthauptet, die man die wel-sche Falle nannte, und deren Gebrauch überhaupt in Italien nicht ungewöhnlich war.Auch in Deutschland, Böhmen, England und a. Ländern kannte man sie. In Pariswurde am 25. April 1792 der erste Berurtheilte mit der Guillotine hingerichtet.Hernach kamen tragbare Guillotinen in Gebrauch, welche von Ort zu Ort gebrachtund aufgerichtet wurden. Schon in ältern deutschen und engl. Werken findet ma»die Guillotine abgebildet. Indeß hat Guillotin's Einrichtung die wesentliche Abwei-chung der schief gerichrctcnSchneibe des Fallbeils, sodaß dcrHals des Hinzurichtendenwirkäch abgeschnitten, nicht abgestoßen wird, wie bei der ältern Maschine.
Guinea, ein großes Küstenland in Westasrika, dessen Grenzen verschiedenbestimmt we»den. Die Holländer rechnen Senegambien dazu und nennen vorn CapBianco, 21° N. D. an, die ganzeKüste bis hinunter nach Congo und Loango, Gui-nea. Nach den Franzosen liegt Guinea zwischen dem Cap Monte 114° W. L. unddem Cap Lopez. Die Engländer belegen den Strich zwischen dem Gambia, 12s °,und dem Palwenvorgcbirge, 4° N. B., mit dem Namen Ober- oder Nordguinea,und Südgumea erstreckt sich dann vom Palmenvorgebirge bis zum Cap Lopez. Esgehört demnach, wenn wir diese Bestimmung annehmen, die Hälfte von Senegam-bien, das Lau.» der Fulahs, Sierra Leona, Sanguin, die Körner-, Zahn- und Gold-küste, die Reiche Dabomey, Whido, Benin, Ovare, und die unbekannten, 5° N. B.und 1° S. B.,;» Guinea. Das Land erstreckt sich also beinahe 500 Seemeilen ander Küste hinunter und wird von den verschiedenartigsten Völkern bewohnt. Da eszum Theil unter dem Äquator liegt, so ist die Hitze das ganze Zahr hindurch außer-ordentlich groß. Nehmen wir jedoch die Gegend um den Gambia aus, welche, wiedie ganze Küste bis an den Rio Grande, sehr niedrig und daher ungesund ist, so istder größte Theil des Landes an sich gesünder als manche andre Gegend zwischen denWendekreisen. Die gegen Weihnachten einfallende Harmalta- (trocken« Wind-) zeitist die kühlste im Zahre. Das Innere des Landes ist wenig bekannt. Nur die Um-gebungen der «urop. Niederlassungen am Gambia, auf Bulam, in Sierra Leons,auf dec Goldküste und in Benin, sind neuerlich bekannter geworden, vorzüglich dasLand der Ashantis durst) denEagländ.rBowdich 1817. Entdeckt wurden diese Län-der zuerst 1455 durch den Veucliancr CadaMosto (s. d.i, in Auftrag dcS Iufan-ten Heinrich. Die Portugiesen haben im südlichen Tkeile dir meisten Niederlassun-gen; die Engl inder, Holländer und Dänen auf der Goldküste; die Franzosen amGambia und in Benin; sogar die Preußen errichteten unter dem großen Kurfürsten3 Niederlassungen auf öer Goldküstc, die sie indeß nach 30 I. wieder an die Hollän-der verkauften. Unter den verschiedenen Gebieten, in welche Guinea eingetheilt wird,