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Gas
Gasarten
gefällige Darstellung ausgezeichnet. Seine Philosophie war mehr Lebens- oder >Popularphilosophie, aber im edlem Sinne des Worts, indem er nicht bloß bei derOberfläche stehen blieb, sondern nach einer gründlichen und zusammenhängendenErkenntniß der Dinge strebte. Unter seinen Schriften stnd s Abhandlungen über denCharakter der Bauern, über die Verbindung der Moral mit der Politik, über ver-schiedene Gegenstände auS der Moral, der Literatur und dem gesellschaftlichen Leben,über die allgemeinsten Grundsätze der Sittenlchre, deßgleichen über Gellcrt's undüber Zollikofer's Charakter, die merkwürdigsten; verdienstvoll sind s. Übers. a. d. >Griech.: AristoteleS's Ethik u. Politik; a. d. Lat.: Cicero's Bücher von den Pflich- !ten, mit trcffl. Anmerk. u. Abhandl., und besonders a. d. Engl.: außer den obengen.,Gerard's „Versuch über das Genie", Payley's „Grundsätze der Moral u. Politik"u. s. w. Seine Schreibart ist richtig, klar, einfach und edel, sodaß er mit Recht zuden classischen Schriftstellern unsers Volks gezählt wird. Seinen schriftstellerischenCharakter hat Manso in einem, auch in den „Schlcs. Provinzialbl." von 1799 ab-gebe. Programm, das G.'s Namen an der Stirn trägt, gut gewürdigt.
Gas nennt man alle bleibend - elastische Flüssigkeiten, d. h. jede Flüssigkeit,welche, unter einen großem Druck versetzt, sich in einen kleinem Raum zusammen- !zieht, ohne dadurch tropfbar flüssig zu werden, und beim Vermindern dieses Druckssich wieder in einen größer» Raum ausdehnt, und welche durch keinen bekanntenGrad von Kälte in tropfbare Gestalt gebracht werden kann: also lustförmige Kör-per, welche unter jedem Druck und in jeder Kälte luftförmig bleiben, wodurch sie !
sich von den gleichfalls elastisch - flüssigen Dämpfen (vgl. Dampf und Dünste) sunterscheiden. Alle Luft, glaubte man ehemals, sei von einerlei Art und Natur. 'Erst seit der Mitte des vorigen Jahrh, sing man an, sich zu überzeugen, daß es un-ter den lusiförmigen Flüssigkeiten ebenso wesentlich verschiedene gibt als unter dentropfbaren Flüssigkeiten, von denen z. B. Niemand Wasser, Öle, Quecksilberu. dgl. m. für dieselbe Flüssigkeit nehmen wird. Gewöhnt, unter Luft das Wesen ^zu verstehen, welches das Luftmeer ausmacht, auf dessen Boden wir leben, wieviele Seethiere auf dem Boden des Meeres, wollte man die neuen künstlichen Lufl-arten anfangs nicht für eigentliche Lust erkennen, und nannte sie Gas, ein Name,der von dem deutschen Worte Giesch herstammt (Giesch des Biers u. s. f.), und denschon Joh. Bapt. v. Helmont gebraucht hatte, um seinen sogen. Spiritus a^Irestriszu bezeichnen. Jedes Gas besteht aus einem wägbaren Körper, welcher durch Wärmeausgedehnt ist und die elastische Flüssigkeit erhalten hat. Die eigenthümlichen Ei- Igenschaften desselben hangen von dem erstem Körper, die jedem Gas gcmeinschaft- !
lichen Eigenschaften von dem Wärmestoffe ab. Jedes Gas hat ein ihm eignes Ge- I
wicht, und sie sind darin bedeutend verschieden, wenngleich sie alle mehre hundert !Mal leichter sind als Wasser. Alle Arten von Gas sind durchsichtig, die mehrstenauch farblos, und daher nicht anders sichtbar, als wenn sie in Blasengcstalt durchtropfbare Flüssigkeiten entweichen. Die Dichtigkeit jedes Gases ist dem Drucke, un-ter welcbem es steht, bei übrigens gleichen Umständen, angemessen, und jedes Gaswird bei einerlei Erwärmung, unter übrigens gleichen Umständen, um gleiche Theile ,s. anfänglichen Raums ausgedehnt, und zwar bei Erwärmung von dem Fcostpunkte lbis zum Siedpunkte des Wassers um 0,375 desjenigen Raums, den es bei der !Temperatur des Frostpunktes einnahm. Jedem Gas kann sein wägbarer Bestand- ztheil durch chemische Verwandtschaft andrer Körper zu demselben entzogen, und esdadurch sixirt werden, indem es mit einigen dieser Körper Verbindungen von festerGestalt, so gut als mit andern von flüssiger Gestalt, zu bilden vermag. Dabeiwird der Wärmestoff des Gasts mehr oder weniger, und schneller oder langsamer inFreiheit gesetzt. Sehr viele Arten von Gas werden endlich vom Wasser verschlucktund durch Wasser in die tropfbar flüssige Gestalt gebracht. ^
Gas arten. Von den lustsörmigen Körpern zeichnen sich mehre durch