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4 (1830) F bis G
Entstehung
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Garrick

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voll Seele. Die meisten seiner Werke besitzt Nom. Auch die wiener und dreSdnrrGemäldegalerie besitzen Mehres von ihm.

Garrick (David), vielleicht der größte Mime, dessen sich je die Bühne er-freut hat, geb. den 20. Febr. 1716 in einer Schenke zu Heresford in England, wos. Vater, Capital», auf Werbung lag. Seine ursprünglich normannische Familie,welche la Garrique hieß, hatte sich nach dem Widerrufe des Edicts von Nant.s nachEngland geflüchtet. G.'s Talente für die Schauspielkunst entwickelten sich frül,.In den Schnlwiffenschaften machte er keine großen Fortschritte. Am liebsten hörteer schon als Knabe Geschichten erzählen, um das Vergnügen zu haben, sie wiedermitzutheilen. Sein wenig begüterter Vater schickte ihn 1730 nach Lissabon, wo ereinige Zeit auf dem Comptoir s. OheimS, eines reichen Weinhändlers, arbeiteteAber dieses Geschäfts überdrüssig, kehrte er nach einem Jahre in die Schule zu Licht-sield zurück, wo er im Umgänge mit Sam. Johnson das Meiste für s. Bildung ge-wann. Mit diesem begab er sich nach einem Jahre in die Hauptstadt, um sich derRechtsgelehrtheit zu widmen. Bald darauf vciließ er dieses Studium, widmet-sich der Logik und Mathematik, unternahm dann mit s. Bruder einen Weinhandel,gab aber auch diesen auf und trat 1741 in die Laufbahn, für welche die Natur ihnbestimmt hatte. Als Mitglied einer wandernden Schauspielergcsillschaft debulirteer zu Jpswich in der Rolle des Abran, im Trauerspiel Oronoko. Der Beifall, densein Spiel erwarb, verbreitete sich nach London, wohin man ibn berief. Er spieltenunmehr Wechselsweise in London und Dublin, bis er 1747, in Verbindung mitLacy, das Drurylanetheater mit erneuertem Privilegium kaufte und die Direktiondesselben übernahm. Hier spielte er bis 1776, von welcher Zeit er jedoch 2 I(1763 65) zu Reisen anwendete. Den 10. Aug. 1776 betrat er zum letztenMale in der Rolle des Bon Felix in demWunder", einem Lustspiele der MadameCentlivre, das Theater. Hierauf begab er sich auf sein reizendes Landhaus beiLondon, wo er, von heftigen Steinschmerzen befallen, den 20. Jan. 1779 starb.30 I. alt, hatte er sich mit der berühmten und schonen Tänzerin Violett! verheira-lhct. G. war klein von Person , aber wohlgebaut und gut gebildet, hatte schwarze,lebhafte Augen und eine reine melodische Stimme. Seine Gestalt, s. Mienen hatteer auf das Bewundernswürdigste in s. Gewalt; jede Leidenschaft stand ihm zu Ge-bote, Alles war an ihm voller, treffender Ausdruck derselben. Daher war er gleichgroß im Tragischen wie im Komischen, wiewol das Letztere sein höchster Triumphwar. Lichtenberg, der ihn selbst sah, hat uns äußerst schätzbare Bemerkungen übereinige s. Rollen mitgetheilt. Wie genau G. den Ausdruck der Leidenschaften bis indie kleinsten Abstufungen kannte, beweist Folgendes:Sie haben", sagte er einstzu einem stanz. Schauspieler,die Rolle des Trunkenen mit viel Wahrheit und da-bei mit Anstand gespielt, nur wenn Sie mir diesen kleinen Tadel verzeihen wol-len ihr linker Fuß war zu nüchtern". Von der Gewalt, die G. über s. Körperhatte, zeugt folgende Anekdote, die er selbst erzählt hat: Der Verf. desTomJones" war gestorben, als man den Druck s. Werke vollendete; man wünschte dazus. Portrait, und G. versprach, es zu schaffen. Er ging hierauf zu s. FceundeHo-garth, begab sich bei demselben in ein Nebenzimmer, wickelte sich in einen Mantel,den er zu diesem Zwecke mitgebracht hatte, und nahm ganz die Physiognomie Fiel-ding's an. Ebenso veränderte er s. Stimme, rief dann Hogarth und bat, ihn zumalen. Hogarth erschrickt, er glaubt Fielding selbst zu sehen.Eile, mich zu ma-len !" sagt ihm G. Hogarth thut es; und dieses ist das Portrait, das in der engl.Ausg. vor Fielding's Werken steht. Auch als Schauspicldirector trug G. unge-mein viel zur Verbesserung der engl. Bühne bei. Selbst als Schriftsteller bewies ersich thätig, sowol in Verfertigung eigner Stücke, die nicht ohne Vorzüge sind (ge-sammelt in 3Bdn., Lond.1798, 12.), als auch in Umarbeitung, Abänderungund Übersetzung fremder Arbeiten. Die Anzahl s. zum Theil trefflichen Prologe,