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4 (1830) F bis G
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484
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Galen

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gen ihn erbittert, daß er Befehl gab, ihn heimlich hinzurichten. Da empörte sichG., fand aber große Schwierigkeiten, als die Nachricht von Nero's Tode (68 n.Chr.) kam, und daß er selbst von den prätorianischen Cohorten in Rom zum Kaiserausgerufen worden sei. Gesandte vom Senate machten ihm seine Erhebung bekannt.Er begab sich nach Rom und ließ verschiedene Aufrührer hinrichten. Hierdurchaber, sowie durch die Nachsicht s. Freunde, die er unumschränkt walten ließ, unddurch übertriebenen Geiz erregte er bald allgemeine Unzufriedenheit. Kaum hatteer sein zweites Consulat angetreten, als sich die Legionen in Oberdeutschland gegenihn empörten. Dies bewog ihn, sich unter dem Namen eines adoptirten Sohneseinen Mitregenten zu wählen. Statt des Otho, den die Soldaten liebten, er-nannte er dazu den Piso Licinianus, der wegen s. strengen Tugend verhaßt war.Otho, durch diese Zurücksetzung beleidigt, faßte den Entschluß, sich der Herrschaftmit Gewalt zu bemächtigen. Die prätorianischen Cohorten erklärten sich zuerst fürihn, und G., umsonst bemüht, die Ordnung herzustellen, wurde, als er sich ge-harnischt nach dem Prätorium tragen ließ, überfallen und niedergehauen (69 n.Chr.). Er war 72 I. alt und hatte 3 Monate regiert. A.

Galeere, ein langes, schmales Schiff mit niedrigem Bord, auf welchemman sowol Segel als Ruder braucht. Die gewöhnliche Länge ist 22 Klaftern.Nebst 2 Kanonen von mittelmäßiger Größe und 2 kleinern führt sie auf den, Vor-derthcile noch einen Vierundzwanzigpfünder, welcher Corstcro, Coursicr, heißt. Aufjeder Seite sind 25 30 Ruderbänke, und an jeder Bank 5 6 Ruderknechte.Außer dem mittelländ. Meere, wo die Galeeren am meisten gebraucht werden, ha-ben dergl. Frankreich auf dem Ocean, und Rußland und Schweden auf der Ostsee.Die Türken und Barbaresken brauchen zur Arbeit auf den Galeeren, welche be-sonders im Rudern besteht, hauptsächlich Christensklaven; in den europäischenStaaten müssen dazu verurtheilte Verbrecher diese schwere Arbeit verrichten.

Galen, berühmter u. d. N. Celten, ein in der alten Welt weitverbreitetesVolk von ungewisser Abkunft. Ihren Namen leitet man ab von Wallen, wieWallia, Wandalen, Wallonen, wegen der alten Wanderungen derselben in Asienund Italien. (I-iv., I, 33, 38, 16; klar., 2, 11.) Von Gallien aus drangenSchwärme von ihnen nach Britannien und den dazu gehörigen Inseln. Die altenCaledonier, Picken u. Scoten sind mit ihnen einerlei Stammes, auch die Walliser,wie schon der Name Wales zeigt. Außerdem war Obcritalien, der untere Theil vonDeutschland längs der Donau bis Pannonien u. Zllyricum, sowie Helvetien, mitColonien von ihnen besetzt. Zu der Zeit, wo die Geschichte zuerst ausführlicher vonihnen spricht, erscheinen sie nicht ganz ohne Bildung. Wir finden bei ihnen die merk-würdige Druidenreligion, Gesänge der Barden und eine Art Staats- und Kriegs-einrichtung, die zuletzt, bei der Uneinigkeit ihrer Fürsten, den Römern unterlag. EinZug von ihnen drang bis Griechenland, Thrazien, Kleinasien vor, und wurde u. d.N. der Galater (kaus. Ln., 3) mehr als ein Mal furchtbar. In Frankreich dürftevon den alten Galen wenig mehr übrig sein. Früher auf der einen Seite von denBeigen und Kymrm, auf der andern von den Römern verdrängt, tvurden sie amEnde von teutonischen Nationen überwunden, sodaß Galen u. galische Sprachenur noch an den äußersten Enden ihrer Besitzthümer, in Irland, den Hebridenund dem schottischen Hochlande gefunden werden. Die britischen Celten, welchenoch jetzt von ihrer Sprache Gebrauch machen, sind: 350,000 schott. Hochländerund 2 Mill. Jrländer, die das irische Erse sprechen, 500,000 in Wales, diedas wälischeKpmrik sprechen, und 15,000 auf der I. Man. Ersisch undKymrisch sind jetzt wesentlich verschieden, obgleich beide Sprachen ursprünglich die-selbe waren. Die schottische Hixklanck-oovietz- hat ein galisches Wörterbuch (Edin-burg 1828) herausgegeben u. d. Tit.viotionar. 8ooto-v«Itieum" (viet. ok tiiexaelie IkMAuage", 2 Bde., 4.). 'lii.