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aus Östreich entfernt und ging in das russtsch-preuß. Hauptquartier, dann nachEngland- Allenthalben wirkte er für die Befreiung Europas und die Ehre Deutsch-lands. 1814 verwaltete er als dirigirender Staatsminister die oranischen Fürstcn-thümer. 1815 nahm er als Gesandter des Königs der Niederlande Theil an denGeschäften des Congresses zu Wien und unterzeichnete den 27. April die Zutritts-acte des Königs der Niederlande zum wiener Bunde der europäischen Hauptmächtegegen Napoleon; auch stimmte er in dem Ausschusse für die Erlassung einer neuenErklärung des Congresses gegen den Usurpator, welche den 12. Mai d. I. von ihmmit unterzeichnet wurde. Den 31. Mai unterzeichnete er den Bertrag des Königsder Niederlande mit Preußen, England, Östreich und Rußland, durch welchen dieVerein. Niederlande und die belg. Provinzen als ein Königreich anerkannt, Luxem-burg als Großherzogthum und deutscher BundeSstaat, nebst der BundesfestungLuxemburg, dem Könige der Niederlande statt seiner Fürstenthümer Neu-Dillen-burg, Siegen u. Hadamar, erb- und eigenthümlich überlassen, und die Grenzen desKönigreichs und Großherzogthums bestimmt, Dillenburg, Dietz, Siegen und Ha-damar aber an Preußen abgetreten wurden. Den 8. Zuni unterzeichnete er, alsBevollmächtigter deS Königs der Niederlande, für seine deutschen Staaten die deut-sche Bundesacte. Von da ging er nach Paris zum Congreß, bewirkt« die Erweite-rung des neuen niederländ. Königreichs, bestand vergeblich auf der Rückgabe desElsasses an Deutschland, trug aber dazu bei, daß die Kunstwerke an ihre rechten Ei-genthümer zurückkamen, wie aus Martens's „kdevuoil" hervorgeht. Dann er-schien er bis 1818 am Bundestage, wo seine Vota viel Scharfsinn und Genialität,Einsicht, Freimuth und Patriotismus zeigten. In s. Slaatsschriften und Redenam Bundestage hat Deutschland den hellen Blick und die kräftige Sprache diesesfür die politische Würde, die Nationalehre und den innern Rechtszustand des deut-schen Bundes eifrig bemühten Staatsmanns mit Achtung anerkannt. Zn s. Brief-wechsel mit dem Fürsten v. Metternich, vor Eröffnung des Bundestages, drang erstets auf die Ausführung solcher Maßregeln, welche die politische Einheit der deut-schen Nation feststellen könnten. Er zeigte u. A. die Wichtigkeit, den Namen Reichund das Symbol der Einheit des deutschen Bundes in der Kaiserkrone beizubehal-ten. Auch war er es, der ein nachdrucksvolles Wort sprach für die Erörterung derlandständischen Verfassung in den deutschen Bundesstaaten, und darauf anttug,daß der Bundestag dem Großhcrzoge von Sachsen - Weimar seinen Dank bezeigtefür daS am 2. Dec. 1816 dem Bundestage zur Gewährleistung vorgelegte sachsen-weimarische Verfassungsgesetz. 1818 arbeitete er mit dem Ausschusse, der Maß-regeln wegen der Seeräubereicn der Barbaresken in Hinsicht auf Deutschland vor-schlagen sollte. Noch gab er die „kieves relatives au dernier traite des puissau-oe» alliee, aveo la kranee" (Frankfurt 1816) u. a. kl. Schriften heraus, übers. dem Bundestage mitgetheilte Denkschrift, die Auswanderung betreffend (Franks,a. M. 1817,4.), s. Auswanderung. 1820 wurde er zum Mitgliede der hes-sen-darmstädtischen Landstände erwählt und privatisirt jetzt auf einem s. Landgüter,nachdem er 1821 vom niederländischen Hofe ^ensionnirt worden. 8.
Gahr nennt man alle Körper, die dr Zubereitung vermittelst des Feuers,des Wassers, der Salze, Laugen rc. in den zustand gekommen sind, worein sie ver-setzt werden sollen. Z. B. lohgahres Leder, Gahrkupfer rc.
Gail (Jean Baptist«), Hellenist, geb. zu Paris b. 30. Juni 1755, erhielt1792 die Professur der griech. Sprache am Oollex» ro^al. Damals erschien direrste Ausg. s. Idyllen des Theokrit (griech., stanz. u. lat., Paris 1792). 1809ward er in die dritte Classe des Nationalinstituts aufgenommen. Ludwig XVIII.ertheilte ihm 1814 das Kreuz der Ehrenlegion und ernannte ihn im Nov. d, Z.zum Aufseher über die griech. u. lat. Handschriften der k. Bibliothek. Mehre Jahrehindurch las er öffentlich über griech. Sprache u. Literatur. Wegen kühner und un-