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Fuß Füßli
benlandcn und Insel» gesetzlich ist, haben die Mitglieder der königl. Gesellschaft derWissenschaften gegen den pariser oder stanz. Fuß verglichen, und ihn zu 135,16stanz. Linien Lange bestimmt. Er wird in 4 Span, 3 Hand, 4 Palm, 12 Jn-ches oder Zoll, 86 Parts, 120 Linien, 1209 Theile getheilt. Jeder Zoll hat 10Linien, und jede Linie 10 Theile. Es vergleichen sich hiernach 35 cngl.: mit 34rhcin. Fuß; und 49 eng!, mit 46 stanz. Fuß. Legt man jedoch dasjenige engl.Fußmaß zum Grunde, welches die cngl. Commissionnaire sonst beim Holzhandel inDeutschland anwendeten, so zeigt sich jederzeit, daß dasselbe nur 11 Zoll 3 Linien,oder 135 stanz. Linien laug ist. Nach diesem Verhältnisse vergleichen sich 844cngl. Fuß mit 845 gemeinen, 34 gemeine Fuß mit 33 rhein., und 16 gemeine mit15 stanz. Fuß. Noch genauer bestimmt ist der alte stanz, oder pariser Fuß, sonstauch pieil >Iu roi genannt; dieser hat 12 Zoll, 144 Linien und, zu 10 gerechnet,1440, zu 12 aber, 1728 Theile der Linien, sodaß sich 37 stanz, mit 39 rhein. Fußvergleichen lassen, und von 1440 Linientheilen gehen 1355 auf den cngl., und13914 auf den rheinl.; oder 15 stanz, geben 16 cngl., und 27 stanz, geben 28rhein. Der in Deutschland endlich allgemeinste und bekannteste Fuß ist der rhein-ländische, welcher 12 Zoll, 144 Linien, 1440 Linientheile enthält. Von diesemFuß gehen 12 auf eine rheinl. Nuthe. Der Flächen fuß ist zweierlei, nämlichder Quadratsuß, 1 Fuß lang und 1 breit, und der Riemenfuß, von 1 Fuß Längeund 1 Zoll Breite. Der körperliche Fuß endlich ist dreierlei: der Kubikfuß,d. i. 1 Fuß lang, breit und hoch; der Schachtfuß, d. i. 1 Fuß lang und breit, abernur 1 Zoll hoch, und der Balkenfuß: 1 Fuß lang, aber nur 1 Zoll breit und hoch.Eine allgemeine Vergleichung der meisten Fußmaße befindet sich im 1. Thl. des„Hausvaters" von Mänchhausen.
Fuß, in der Baukunst, der unterste Theil jedes architektonischen Werkesaußer dem Grunde; vorzüglich der unterste Theil der Säulen und Master, derauch das Schaftgesims oder die Base, und wenn er ganz einfach und platt ist, eineMuthe genannt wird. I m M n nzwesen, die Einrichtung des innern Gehaltsder Münzen, Münzfuß. Bei der Färberei, dir erste Farbe, die man einemAeuche gibt, ehe er mit einem andern gefärbt wird, z. B. blau, ehe die schwarzeFarbe darauf gesetzt wirb. Die Färber sind daher verbunden, am Rande eines Zeu-chcs so viel Farben- oder Fußrosen zu lassen, als er Füße hat, damit man beurthei-len kann, ob sie ihm die gehörigen Farben gegeben haben.
Fußkuß, eine demüthige Verehrung, welche dem Papste von den römisch-katholischen Christen erwiesen wird. Schon Gregor VIl. verlangte den Fußkußvon allen Fürsten. Der Kuß trifft, nach dem Cerewonialgcbrauch, das Kreuz aufden Pantoffeln drS Papstes. Die Pantoffeln der Leiche des Papstes auf dem Pa-radebette empfangen ebenfalls den Fußkuß.
Fußwaschen war im Morgenlande eine Pflicht der Gastfreundschaft,welche der Wirth den bei ihm ankommenden Reisenden entweder persönlich oderdurch seine Diener leistete. So wusch Jesus Christus seinen Jüngern, am Abendevor seinem Todestage, die Füße, um ihnen durch diese symbolische Handlung De-muth zu lehren. Daher rührt noch die m der katholischen Kirche herrschende Sitte,daß Monarchen, z. B. der Kaiser von Östreich, der König von Frankreich u. A.,am Gründonnerstage 12 Armen die Füße zu waschen pflegen. Auch bei den Men-nonitrn wird dieser Gebrauch gefunden.
Füßli, ein Name, den verschiedene schweizerische Künstler geführt haben.Die vorzüglichsten sind: Johann Kaspar F., geb. zu Zürich 1706, gest.1782, lernte die Malerei bei seinem Vater, der ein mittelmäßiger Künstler war,bildete sich aber nachher auf seinen Reisen, besonders in Wien. Seine Portraitsfanden vielen Beifall und sind von Haid, Preißler u. A. radirt worden. Er standmit den ersten deutschen Künstlern und Kunstkennern in freundschaftlichen Derbin-