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4 (1830) F bis G
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Fustage Fux

düngen und war Schriftsteller im Fache der Kunst. Von ihm ist:Geschichteund Abbildung der besten Künstler in der Schweiz" (4 Thle., 175574);Rai-sonnirendes Vcrzeichniß der vornehmsten Kupferstecher und ihrer Werke" (Zürich1771);Sammlung von Winckelmann'S Briefen an dessen Freunde in derSchweiz" (1778). Auch gab er Mengs'sGedanken über die Schönheit und denGeschmack in der Malerei", welche dieser ihm in der Handschrift zugeschickt hatte,mit einer Vorrede 1762 heraus. Sein edler moralischer Charakter und sein Eifer,jungen Künstlern fortzuhelfen, werden mit rühmlichem Lobe erwähnt. Seine 5Kinder hatten das Kunsttalent ihres Vaters geerbt. Der zweite seiner Söhne, I o-hann Heinrich, ein berühmter Maler, Pros, zuletzt Director der k. Maleraka-demie zu London (wo man ihnFuseli schrieb), geb. zu Zäricb 1738, pudirte inBerlin unter Sulzer. Klopstock, Kleist und Wieland begeisterten sein Gefühl.1761 machte er mit Lavatcr eine Reise und ging nach England, wo Reynoldsseinen Kunstsinn für die Malerei ermunterte. Hierauf studirte er in Rom von1772 78, wo vorzüglich Michel Angclo sein großes Vorbild war. Seit 1778lebte er in England, wo er, nach dem berühmten West, für den vorzüglichsten Ma-ler galt. Er starb den 16. April 1825 in London, 83 I. alt, und wurde in derPaulskirche an der Seite seines Freundes Joshua Reynolds begraben. Seim1801 erschienenenVorlesungen über die Malerei" (deutsch von Eschcnbmg,Braunschw. 1803) wurden in Hinsicht des Styls und wegen der absprechendenUrtheile, die sich der Verf. über anerkannte Kunstwerk« erlaubt hat, sehr getadelt.Seine Einbildungskraft schweifte oft über die Grenze des Kunstschönm hinaus undgefiel sich in abenteuerlichen Gestaltungen. Unter seinen Gemälden werden geschätzt:das Gespenst des Dion, nachPlutarch; Lady Macbeth; der Kampf des Herculesmit den Pferden des Diomedes, und seine Miltons-Galerie, 60 Gemälde zu Mil-ton's Gedicht, die er 1799 in London ausstellte. An seinem Perseus mit dem Kopsder Meduse (1817) tadelte man die gezwungene, zu kühne Stellung des PerstuS.F.'s sämmtl. Werke, nebst einem Versuche seiner Biogr. erschienen 1808 fg. zuZürich (2 Thle., Fol). Außerdem schrieb erBemerkungen über Malerei undSkulptur bei den Griechen" und gab dasMalerlexikon" von Pilkington, 180Z,4., Verb. und verm. heraus. Seine Gemälde nach Shakspeare, Milton und Dantehaben engl. Künstler in Kupfer gestochen. Johann Rudolf, geb.zuZürich1709, gest. 1793, studirte zuerst die Kunst bei Melchior F., und dann bei Louther-bourg dem ältern in Paris die Miniatur, in der er sehr vollkommen war; auch hater gute Zeichnungen in schwarzer Kreide nach Rafael und andern großen Meisterngeliefert. In der Folge beschäftigte er sich mehr mit der Literatur der Kunst, undgab dasAllgemeine Künstlerlcxikon" 1763 zuerst in 4. heraus, wozu er 30 Jahrehindurch gesammelt hatte. Die dritte Ausg. in Fol. erschien 1779, und ist vonseinem Sohne, dem AltrathSherrn, Hans Heinrich, der sich selbst einen blo-ßen Kunstdilettanten nennt, von 1806 an bis 1821, in 12Abschn. (mehr als 6000S. Fol.) fortges. worden. Derselbe begann, 80 I. alt,Neue Zusätze zu demallgem. Künstlerlcxik. und den Supplem. desselben" herauszugeben, wovon daS1. Heft (Zürich 1824, Fol.) das A enthält.

Fustage, die Einfassung von Waaren, oder das Gefäß, worin Waare»enthalten sind oder versandt werden. Fusti ist in der Kaufmannssprache derAbgang der Waare, der für Beschmutzung oder Beschädigung gerechnet wird.Fustirechnung, die Abgangsrechnung oder die Rechnung über das Zerbrochene,Verdorbene oder Mangelhafte der eingehandelten Waaren, wofür auch die Kauf-leute die Wörter Refacti und Gerbelur brauchen.

Fux (Johann Joseph), ein großer Contrapunktist, Kirchen- undTheater-componist unter den Kaisern Leopold I., Joseph I. und Karl VI., geb. in Steier-mark gegen 1660, wurde k. Obercapellmeister in Wien und bekleidete diesen Posten