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Fühlhörner Fühlpflanze
der Fürsorge für Bedürftige, des Eifers, der sie beseelte, mit Worten und ThatenGutes zu stiften und Jeglichem beizuspringen in Stunden der Noth und Verlegen-heit. „An den edeln Fuggern", sagt der „Spiegel der Ehren", „ward erfüllet desHeilandes Zusage: Gebet, so wird Euch gegeben". Ulrich, Georg und Jakob,des wohlthätigen Jakobs Söhne, kauften in der Jakober Vorstadt zu AugsburgHäuser, ließen sie niederreißen und bauten 100 kleinere, die sie armen Bürgerngegen geringen Zins überließen; so entstand die Fuggerei, die unter diesem Na-men , mit eignen Mauern und Thoren versehen, jetzt noch besteht. Jakob stifteteauch das sogenannte Holzhaus für 32 an den damals sehr wüthenden Blattern lei-dende Fremde; Hieronpmus F. vermachte den Armen 2000 Gldn. und ein Legatzu einem Hospital für 500Fuggcr'sche Unterthanen zu Waltenhausen; Anton stif-tete eine Schule, ein Stipendium für Studirende, ein Legat zur jährl. Aussteuerdreier junger Mädchen, das Schneidhaus auf dem Roßmarkte; seine Söhne errich-teten das Holzhaus am Gänsebühcl für venerische Kranke. Als treue Söhne derKirche legten sie auf dem Altar des Herrn große Opfer nieder, und als die Refor-mation die Grundfesten ihrer Kirche erschütterte, da wirkten die Fugger mit allenKräften für die Sache ihres Glaubens. Sie waren es, die zuerst die Jesuiten nachAugsburg riefen und mit Gebäuden für Collegium, Kirche und Schule, und mitreichlichem Golde beschenkten; auch viele andre geistliche Orden und Brüderschaf-ten wurden von ihnen mit Gut und Geld unterstützt. — Nach den beiden Brüdern,Raimund und Anton, hat sich das Geschlecht in dieRaimundischeundAnto -niuslinie, jede hat nachmals sich wieder in mehre Äste getheilt, aber alle schrei-ben sich: Grasen Fugger von Kirchberg und Weißenhorn. Die RaimundischeHauptlinie verbreitete sich mit Raimunds 2 Söhnen wieder in 2Äste: Joh. JakobderÄltere stiftete den psirtischen, und Georg den kirchberg-weißenhornischen Ast.Vvm erstem ist nur noch der Franz-Bennvische Zweig zu Göttcrsdorf vorhanden;2 andre sind erloschen. Der kirchbcrg-wcißenhornische Ast blüht ebenfalls noch;ihm gehören die Grafschaft Kirchberg und noch 4 Herrschaften, mit überhaupt14,000 Seelen und 80,000 Gldn. Einkünften. Die Antoniuslinie hatte 3 Ne-benlinien, die Marx-, Hans-und Jakob'sche. Die erstere ist seit 1676 im Manns-stammr erloschen; von der Hans-Fugger'schen Linie gibt es noch 3 Äste, nämlichF.-Glött, F.-Kirchheim und F.-Nordendorf. Die letzte jener 3 Linien, die Jakob-Fugger'sche, blüht jetzt nur noch in dem babenhausischen Zweige, nachdem derwöllenburgische erloschen ist, und nach dem Absterben der boosischen Nebenliniesämmtliche Besitzungen an jenen Zweig gekommen sind. — Graf Anselm Ma-ria F. v. Babenhauscn wurde vom römisch-deutschen Kaiser Franz II. am 1.Aug. 1803, nebst seiner männlichen Nachkommenschaft, nach dem Rechte derErstgeburt, in den Rcichsfürstenstand erhoben, und die Reichsherrschaften Baben-hausen, Boos und Rettershausen, unter der Hauptbenennung Babenhauscn, zueinem Reichsfürstenthum erhoben. (Er starb den 22. Nov. 1821.) Das Für-stenthum Babenhausen, dessen Hauptort der Marktflecken Babenhauscn an derGünz ist, enthält 7 HjM., 11,000 Cinw., und trägt 80,000 Gldn. Einkünfte.Durch die Errichtung des Rheinbundes (1806) kam sowol dieses Fürstenthum al«die andern Fuggcr'schen Besitzungen unter die Souverainetat des Königs vonBaiem; doch sind ihren Besitzern viele Vorrechte von Seiten der Krone, durch be-sondere Verhandlungen, zugestanden worden. Den Flächeninhalt der gesammtcnfürstlich- und gräflich Fugger'schen Besitzungen, die zum Theil zerstreut liegen,schätzt man auf 21 UM., mit 40,000 Seelen.
Fühlhörner oderFühlspitzen, die an dem Kopfe der Insekten, z. B.der Schmetterlinge, befindlichen gelenkigen Werkzeuge, welche bald faden-, baldfederartig sind und von Manchen für Werkzeuge des Gefühls gehalten werden.
Fühl- oder Sinn pflanze (lUiinvm puchc»), Met ihre Blätter zu-