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Fugger (Geschlecht)
nier gestochen worden. Größer hat sie Leybold ausgeführt in Frauenholz'S Verlage.Neben diesem haben folgende wiener Künstler nach ihm gearbeitet: Bartsch, Becken-kam, Enger, Jacobe, Kininger, Pfeifer, Rhein und Wrenk. Von Füget selbstgeätzt sind seine erwähnte Semiramis, eine Vergötterung des Hercules und eineAllegorie aufdie Malerei. Eine seiner letzten und schönsten Arbeiten ist der 1804für die kaiserl.Hofcapellegemalte Johannes in der Wüste, welches Stück mit 1000Dukaten bezahlt wurde. Füger starb zu Wien den 5. Nov. 1818.
Fugger (das Geschlecht der). Der Ahnherr dieser Familie war Johan-nes F., Webermeister im Dorfe Graben oder Göggingen unweit Augsburg, imehemaligen bischöflichen Gebiete, verheirathct mit Anna Meisner aus Kirchheim.Sein ältester Sohn, Johannes, ebenfalls Webermeister, erheirathete (1370)mit Klara Widolph das Bürgerrecht zu Augsburg und trieb neben der Webereieinen Leinwandhandel in dieser damals so berühmten Handelsstadt. Nach seinerersten Gattin Tode ehelichte er Elisabeth Gfattcrmann, eines Rathsherrn Tochter(1382). Zwei Söhne und vier Töchter entsprossen dieser Ehe. Johann F. wardin der Weberzunft einer der Zwölfer, die mit im Rathe saßen, und Freischöffe derwestfälischen Fern. Er hatte sich 3000 Gulden, ein großes Capital für jene Zeit,erworben, als er 1409 starb. Sein ältester Sohn, Andreas, wucherte mitseinem Antheile so, daß er bald vorzugsweise der reiche Fugger hieß. Mit seinerGemahlin, Barbara, aus dem alten Geschlechte der Wtammler vorn Aste, stif-tete er die adelige Linie der Fugger vom Reh, so genannt von dem Wappen, dasKaiser Friedrich IH. den Söhnen gab, die aber 1583 ausstarb. Johannes'- zwei-ter Sohn, Jakob, besaß zuerst unter den Fuggsrn in Augsburg ein Haus, warebenfalls ein Weber, trieb aber schon eine ausgebreitete Handlung. Drei SöhneJakobs unter elf Kindern, Ulrich, Georg und Jakob, erweiterten durchFleiß, Geschicklichkeit und Redlichkeit ihre Handlungsgeschäfte außerordentlichund legten den Grund zu dem großen Flor der Familie; sie verheiratheten sich mitFrauen auS den edelsten Geschlechtern und wurden vom Kaiser Maximilian inden Adelstand erhoben. Die Fugger dienten mit Rath und That und durch dieMittel, die ihr großer Reichthum ihnen gab, dem Hause Ostreich mehr als vieleandre Geschlechter, und Maximilian, der oft Geld bedurfte, fand immer Hülfebei ihnen. Für 70,000 Goldgulden verpfändete er ihnen die Grafschaft Kirch-berg und die Herrschaft Weißenhorn auf 10 Jahre, und nur 8 Wochen warenihnen nöthig, um die 170,000 Dukaten Hülfsgelder zu zahlen, womit PapstJulius II., im Vereine mit den Königen von Spanien und Frankreich, den KaiserMax zum Kriege mit Venedig (1509) unterstützte. Jakobs Söhne begründetendes Geschlechtes Ruhm, jeder nach seiner Weise; doch handelten sie gemein-sam in Fällen, wie wir eben gedachten. Ulrich allein widmete sich dem Han-del, den er mit Östreich- eröffnete. Bei der Zusammenkunft Kaiser Fried-richs III. mit Karl dem Kühnen, Herzog von Burgund, zu Trier (1473), über-nahm Ulrich die Lieferungen für den kaiserlichen Hof; seine Schreibstube hieß diegoldene uich war weit und breit berühmt. Es gab keinen Handelsgegenstand,den Ulrich nicht berücksichtigt hätte; selbst Albrecht Dürer's Kunstwerke gingendurch seine Hand nach Italien. Jakob hatte sich dem Bergwesen gewidmet; erpachtete die Bergwerke zu Schwaz in Tirol und gewann dadurch außeror-dentlichen Reichthum, von dem die Erzherzoge von Östreich 150,000 Guldenals Darlehn erhielten, und das prächtige Schloß Fuggerau in Tirol entstand.Jakob starb zu Hall in Tirol (1503); Kaiser Max begleitete in Person seineLeiche. Unter dem Schwibbogen vor der Pfarrkirche zu Hall war dieses sonstin einer Grabschrift zu lesen; doch der Sturm, der 1809 Hall und Schwaz ver-wüstet--, hat auch dies Denkmal zerstört. Die Fugger setzten diesen Bergbau unddie Gruben in Ungarn, Krain und Kärnthen fort, und gewannen dadurch immer