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Fruchtbringende Gesellschaft Frugoni
l Barsch 324,640; der Roggen des Störs wog 119 Pfund, da nun 7 Eier einenGran schwer sind, so folgt, daß hier 7,653,200 Eier vereinigt waren. In demStockfische hat man die Zahl der Eier aus 9,344,000 berechnet. In den hohemThierelassen vermindert sich die Fruchtbarkeit, doch ist sie auch im Menschen nochgrößer als die Sterblichkeit. Bei diesem aber ist sie nach Maßgabe des Klimas, derJahreszeiten, der Nahrungsmittel, Gewohnheiten, Sitten, des Temperamentsund der individuellen Beschaffenheit der Eheleute in sehr verschiedenem Grade vor-^ Handen.
Fruchtbringende Gesellschaft oder Palmenorden, ward 1617auf dem Schlosse zu Weimar von Kaspar v. Teutleben, Hofmeister des PrinzenJohann Ernst des Jüngern, zur Erhaltung und Wiederherstellung der Reinheitunserer Muttersprache gestiftet, welche damals durch Einmischung fremder Wör-ter und Redensarten alles Eigenthümliche zu verlieren in Gefahr stand. Fünfdeutsche Fürsten nahmen an der Stiftung derselben Theil, 3 Herzoge von Wei-mar und 2 Fürsten von Anhalt. Die Gesellschaft zahlte sogar Karl Gustav,König von Schweden, unter ihren Mitgliedern. Die Einrichtung derselben wargrößtcnthcils nach den italienischen Akademien geformt; man hatte z. B., umallen Rangstreit zu vermeiden und bürgerliche Mitglieder den höhern gleich zumachen, Jedem einen Namen beigelegt, dessen er sich in der Gesellschaft bedie-nen mußte. Jedoch verfiel man durch diese nachgeäffte Form in viele Lächerlich-keiten; noch sonderbarer sind die Gemälde, Wahlsprüche und Namen von Ge-^ wüchsen gewählt, die neue Mitglieder zum Symbol und Unterscheidungszeichenerhielten. So hieß z. B. der zweite Direkter, Wilhelm, Herzog von Weimar,der Schmackhafte; sein Sinnbild war eine Birne mit einem Wespenstich, undder sogen. Wahlspruch: erkannte Güte. Andre hießen: der Saftige, der Näh-rende, der Bittersüße, der Steife, ja sogar der Gemästete, der Wohlriechende,
> der Abtreibende rc. Bei Verbesserung der deutschen Sprache verbannte sie die aus-
, ländischen Wörter zu sehr und erfand statt derselben deutsche; auch nahm sie m
" der Orthographie ausfallende Änderungen vor. So bleibt denn ihr Zweck daSRühmlichste an ihr. Sie dauerte bis 1680 und hatte jedes Mal einen regierender»Herrn zum Oberhaupte.
Frucht stück, ein Gemälde, auf welchem Garten-oder Baumfrüchte dar-gestellt sind. Sie erhalten durch Anordnung, Zusammenstellung der verschiedenen« Fruchtarten, täuschende Wahrheit der Farbengebung und Beleuchtung ihren vor-züglichsten Reiz, und sind wegen der Einfachheit ihrer Form und der größer» Dich-tigkeit ihrer Farben weniger schwierig als die Blumenstücke. Die vorzüglichstenFruchtmaler waren de Hecm, Mignon, Gillemans, Berbruggen, van Royen,van Huysum, Rachel Ruysch.
Fruchtwein, s. Cider.
Fructidor, der18. :der4. Sept. 1797. An diesem Tage stürzte die Ma-jorität des franz. Directoriums (s. Barras) die Gegenpartei: Carnot undl Barthölemy (s. d.). 65 Deputirte (Pichegruu. A.) wurden, als einer royali-! stischen Verschwörung schuldig, nebst BarthLlemy deportirt. Carnot entkam. Dar-s auf erneuerten die Räthe den Eid des Hasses der Monarchie.
I Frugoni (Carlo Innocenzo), ein berühmter und fruchtbarer Dichter, geb.
S zu Genua 1692, mußte zu Gunsten seiner beiden ältern Brüder der väterliche«
Erbschaft entsagen und den geistlichen Stand ergreifen. Er trat daher 1707 in dieCongrcgation der somoskischen Brüder. Bei ungemeiner Lebhaftigkeit des Geistesund der Einbildungskraft machte er schnelle Fortschritte in den Wissenschaften, be-sonders den schönen. AlS er 1716 in Brescia Rhetorik zu lehren anfing, hatt« ersich den Ruhm eines eleganten Schriftstellers in Prosa und Versen, in lateinischersowol als italienischer Sprache erworben. Er stiftete daselbst eine sogen, arcadische