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4 (1830) F bis G
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Friedrich August I. (König von Sachsen)

Theilnahme an demselben verbot, weil er FciedenS - oder BergleichSbehörden zurVermeidung von Processen errichtete, weil er endlich Schulen deS gegenseitigen Un-terrichts und ähnliche Mittel der Volksbildung beförderte. Als die franz. Revolu-tion Europa erschütterte, verband sich Dänemark mit Schweden, zur Behaup-tung der Neutralität, 1794 — 99 durch eine gemeinschaftlich ausgerüstete Kriegs-flotte. Dies bewog England zur Nachgiebigkeit, und die Bedrückungen des dän.Handels minderten sich, indem ein im mittelländischen Meere durch die dän. Tapfer-keit erkämpfter Vortheil 1797 einen für die Schifffahrt in jenen Gewässern gün-stigen Vergleich bewirkte. So gelang es dem Prinzen, bis 1800 den Frieden zuerhalten. Allein seit dem Beitritt zu Pauls l nordischer Neutralität ward Dä-nemark (s. d.) in die europäischen Händel verwickelt. Es verlor seinen Handel,seine Marine und Norwegen. (S. Kieler Friede; Hamburg; Schill.)Bei dem Congresse zu Wien war Friedrich VI. persönlich zugegen. Er ließ sein Con-tingent von 5000 M. 1815 zur Occupationsarmee in Frankreich stoßen und be-zog seinen Antheil an den franz. Contributionsgeldern. Nach seiner Zurückkunstvon Wien ließ er sich und seine Gemahlin den 31. Juli 1815 zu Friedrichsborgkrönen. In der Folge trat er dem heiligen Bunde bei. Seitdem ist er bemüht,den Credit des Papiergelde« wiederherzustellen und dem gesunkenen Handel deSLandes emporzuhelfen. Seine Tochter, die Kronprinzessin Karoline (geb. 28.Oct. 1793), wurde am 1. Aug. 1829 mit ihrem Better, dem Prinzen Ferdinand,Bruder des Thronfolgers, Christian Friedrich, vermählt. X.

Friedrich August!., König von Sachsen, der älteste Sohn des Kurf.Friedrich Christian, geb. zu Dresden am 23. Dec. 1750, folgte s. Vater d. 17.Dec. 1763. Sein ältester Oheim, Prinz Xaver, führte als Administrator die Vor-mundschaft, bis F. A. am 15. Sept. 1768 selbst die Regierung antrat. Er verm.sichd. 17. Jan. 1769 mit der Prinzessin Maria Amalia von Zweibräcken, die ihm (21.Jan. 1782) die Prinzessin Maria Auguste gebar. Der nachmal. Minister, Freih.v. Gutschmid, war sein Lehrer in den Staatswissenschaften, die vielleicht nie in ei-nem edlem Geiste angewendet worden sind, als von Friedrich August. Dem festenEntschlüsse, sein Volk nach Möglichkeit zu beglücken, blieb er in allen Verhältnissenund zu allen Zeiten so treu, daß man mit Wahrheit sagen kann, dieser Fürst hatnur seiner Pflicht gelebt. In seiner ganzen Regierung ist kein Machtspruch, keinEingriff in fremde Rechte geschehen. Abhold jeder übereilten Neuerung, unternahmer nichts für den Glanz oder aus Nachahmungssucht, sondern nur dann entstanddas Neue, wenn er aus Überzeugung es als das Gute erkannt hatte, da- lieberlangsam, aber desto sicherer gedeihen sollte. Der Wohlstand, die Blüthe seinesStaates unter seiner Regierung zeugen, wie sicher es in der That gedieh. Er tilgtenach und nach die Steuerschulden des Landes, und die strenge Rechtlichkeit der Ver-waltung bewirkte, daß ungeachtet der geringen Zinsen, die sächsischen Gtaatspa-piere, was bis daher ohne Beispiel war, um einige Procente den Nennwerth über-stiegen. Öfter wendete Friedrich August durch eigne Aufopferungen Schulden vomLande ab, suchte Auflagen lieber zu vermindern als zu erhöhen, und erklärte: mansolle sein und seiner Kammer Interesse nie dem Interesse der Unterthanen entgegen-stellen. Von seiner landesväterlichen Fürsorge zeugen die schrecklichen Jahre derTheuerung 1772, 1804, 1805, und der furchtbaren Überschwemmungen von1784, 1799, 1804, wobei er nicht nur durch unmittelbare Wohlthaten, sondernauch durch die Arbeit, die er nahrungslcsen Unterthanen verschaffte, sich hülfreicherwies. Die Magazine wurden so eingerichtet, daß ähnlicher Gefahr künftig vor-gebaut war. Der Anbau des Landes, die Verbesserung der Viehzucht (besonders dieVeredlung der Schäfereien) machten bedeutende Fortschritte und wurden durch Be-lohnungen unterstützt; der Bergbau, die Galzwerke, das Forstwesen wurden durchsorgfältige Aufsicht, weise Gesetze und nachdrückliche Unterstützung gehoben; Ma-