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Friedrich VI. (König von Dänemark)
Vatersbruders (der beide Brüder nach Margarethens Flucht erzogen hatte), Diet-rich des Weisen, Markgrafen zu Meißen und Lausitz (1282), und s. Sohnes (gest.1291), dessen Länder erhielten, und ihr Vater dies nicht zufrieden war, kam es vonNeuem zum Kriege, in welchem Albert gefangen und nur auf Kaiser Rudolfs Ver-mittelung losgelassen wurde. Aus Rache sucht« nun Albert verschiedene Fürsten ge-gen s. Söhne zum Kriege zu reizen, und verkaufte, da dies nicht gelang, viele Güter,ja endlich, s. Söhne und der Landstände Widerspruch ungeachtet, ganz Thüringenan Kaiser Rudolfs Nachfolger, Adolf v. Nassau, für 12,000 Mark Silber. Dieserrückte 1294 in Thüringen ein und bemächtigte sich einiger Städte und Schlösser;allein da ihm Friedrich und Diezmann entgegenrückten, zog er sich, nachdem er Thü-ringen verwüstet hatte, aus Mangel an Lebensmitteln nach Mühlhausen, setzte abernachher s. Verwüstungen in Meißen fort, bis er endlich 1298 von dem an s. Stellezum Kaiser gewählten Albrecht am 2. Zuli in einer Schlacht in der Gegend vonWorms getödtet wurde. Kaiser Albrecht, nicht gesonnen, s. Vorgängers AnspruchaufThüringen aufzugeben, nahm Eisenach und einige andre Städte in Besitz; alleins. Heer wurde am 31. Mai 1307 bei Lucka im Fürstenthum Altenburg von Friedrichund Diezmann völlig geschlagen. Da Albrecht, als Vormund seines Neffen, Joh.v. Schwaben, dieses Herzogthum verwaltet hatte, in der Folge aber ganz an sich zubringen suchte, so bestanden s. Truppen größtentheils aus Schwaben. Daher da«Sprüchwort, durch welches man Jemandem den unglücklichen Ausgang s. Vor-habens anzudeuten pflegte: „ES wird dir glücken (gehen) wie den Schwaben beiLücken" (Lucka). Albrecht (s. d.) machte neue Zulüftungen zu einem Feldzugenach Thüringen, als ihn der Aufstand der Schweizer an den Rhein rief, wo er vons. Neffen 1308 ermordet wurde. Nun unterwarf sich die bisher dem Kaiser Albrechtanhänglich gebliebene Stadt Eisenach Friedrich von Neuem, und da ihm durch sei-nes Bruders Diezmann Ermordung, in der Thomaskirche zu Leipzig, auch dessenLandesantheil zugefallen war, so wurde er nicht nur alleiniger Markgraf von Mei-ßen, der Lausitz, und Landgraf in Thüringen, sondern er vereinigte auch die Reichs-städte Altenburg, Chcmnitz und Zwickau mit s. Lande und ließ im folg. I. in dem-selben einen allgemeinen Frieden anbefehlen, zu dessen Haltung Adel und Bürgersich eidlich verbindlich machten. 1312 hatte er das Unglück, von Kurf. Waldemarv. Brandenburg, mit dem er in Krieg gerieth, gefangen genommen zu werden, underhielt s. Freiheit nur gegen Bezahlung von 32,000 Mark Silber und Abtretungder Niederlausitz. Nach so vielen Kämpfen stellte Friedrich in s. Erblonden dieOrd-nung her, zerstörte 1321 einige Raubschlösser, siel aber 1322 in eine Gemüths-krankheit, die ein geistliches Drama („Die fünf klugen und die fünf thörichtenJungfrauen") auf ihn gemacht hatte, und starb zu Eisenach den 17. Nov. 1324.Ihm folgte sein Sohn, Friedrich der Ernsthafte.
Friedrich Vl., König von Dänemark, Sohn Christians VII. (s d.)und der Königin Karoline Mathilde, geb. Prinzessin von England, den 28. Jan.1768 geb., vermählt den 31. Juli 1790 mit Sophie (Friederike), Tochter desLandgrafen Karl von Hessen-Kassel (geb. den 28. Ort. 1767), die ihm 2 Töchtergeboren hat. Er wurde am 14. April 1784 für majorenn und zum Mitregenten sei-nes gemüthskranken Vaters erklärt, und succedirte demselben am 13. März 1808.Als Minister standen ihm die hochverdienten Grafen v. Bernstorff zur Seite, erstder Vater, und nach dessen Tode der Sohn. Der Charakter der dänischen Regie-rung zeichnete sich durch eine weise Verwaltung und gegen andre Staaten durch eineGeradheit und Offenheit aus, welche Achtung einflößte und bis zur letzten Kata-strophe die äußere Ruhe erhielt. Insbesondere wird Friedrichs VI. Regentschaftund Regierung mit hoher Achtung in der Geschichte genannt, weil durch ihn dieFreilassung der leibeigenen Bauern erfolgte, weil er früher als andre Nationen(16. März 1792) den Sklavenhandel, vomJ. 1803 an gänzlich, abschaffte und jede