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4 (1830) F bis G
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402
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402 Friedrich II., der Hohenstaufe

Bund mit 15 Städten und ließen weder König Heinrich noch seine Deutschen zumReichstage durch. Dafür traf sie die Reichsacht; allein HonoriuS entschied zu ih-ren Gunsten. Doch hatte er noch immer den Schein des Friedens gerettet. Ganzanders dachte sein Nachfolger Ugvlino, Graf von Segna, als Gregor IX. AlleLeidenschaften des neuen Hierarchen kannten nur Ein Ziel: vollendeten päpstlichenDespotismus. Er drang sogleich auf den versprochenen Kreuzzug. Ein großerHaufe Wallbrüder hatte sich in Italien eingefunden; aber schon wütheten anste-ckende Seuchen. Selbst erkrankt, bestieg der Kaiser ein Schiff, mit ihm der heil.Ludwig, Landgraf von Thüringen. Aber nach 3 Tagen mußte man zu Otrantvwieder landen, weil Friedrich kränker wurde, und Ludwig sogar starb. Die Flottekehrte vor Motea um, und der Kreuzzug war vereitelt. Nun schleuderte Gregorden Bann gegen den unschuldigen, umsonst sich rechtfertigenden Kaiser, und belegtedessen Länder mir dem Interdikt. Friedrich trat 1228 einen neuen Kreuzzug an.Dafür gebot Gregor dem Patriarchen von Jerusalem und den 3 Ritterorden, sichdem Kaiser in Allem zu widersetzen, und ließ Friedrichs Erblande durch seine Schlüs-selsoldaten und Joh. von Brienne erobern und verwüsten. Trotz dem gelang esFriedrich, was Keinem wieder nach dem edeln Herzog Gottfried (1099) gelungenwar, durch einen Vergleich mit Sultan Kamel von Ägypten, einen 10jährigenWaffenstillstand und Jerusalem, die heiligen Orte, das ganze Land zwischen Joppe,Bethlehem, Nazareth und Acre, und die wichtigen Seestädte Tyrus und Sidonfür sich zu erhalten. DaS Volk jauchzte; aber der Neid des Patriarchen und derRitter knirschte. Jerusalem, wo Friedrich sich am 18. März selbst die Krone auf-setzte, da kein Priester auch nur Messe lesen wollte, wurde mit dem Interdikt be-legt, und Friedrich selbst an den Sultan verrathen, wovon der biedere Saracen demKaiser selbst die erste Kunde gab. Schnell ging nun derKaiser und König nach Un-tcritalien zurück, eroberte, nach fruchtlosen Verhandlungen mit Gregor, sein Erbland wieder und vereitelte alle Ränke des Papstes, der ihn 1230 endlich vomBanne lösen mußte. Nur die Lombarden wollten nichts vom Frieden wissen, ver-legten seinem Sohne den Weg zum Reichstage nach Ravenna und ließen sich durchGregors Ermahnungen zum Frieden wenig täuschen, ja während Friedrich endlichden Papst mit seinen Römern aussöhnte, suchte dieser den König Heinrich insge-heim gegen seinen Vater zur Rebellion zu bewegen, wobei er ihm offenen Empfangbei den Lombarden verhieß. Schon war Heinrichs Anhang auch in Deutschlandgroß genug, aber plötzlich stand Friedlich da, und der betäubte Heinrich bat fußfälligum Gnade. Als aber der verblendete Jüngling (man sagt durch Gift) ein neue«Attentat auf seinen Vater machte, wurde er mit Weib und Kind nach San-Felicein Apulien zu ewiger Haft geschickt. Im grellen Lichte steht es freilich da, daßFriedrich fast um dieselbe Zeit, mit Prunk und Geräusch, die dritte Hochzeit mitJsabelle von England feiert, wo er den Sohn der ersten Gemahlin in den Kerkerschickt und auf dem großen Reichstage zu Mainz 1235 förmlich absetzen läßt. Dortwurde auch für Landfrieden und Gerechtigkeitspflege, für Handel (dessen Wichtigkeitwenige Fürsten, sowie Friedrich, damals einsahen) und Ackerbau heilsam gesorgt.Nun endlich glaubte sich Friedrich den Lombarden gewachsen und rüstete sich zuAugsburg 1236. EzzelinoS da Romano (deS Gewallhcrrn von Verona) Freund-schaft, nebst den gibellinisch gesinnten Städten Oberitalicns, sollten sein kleinesHeer verdoppeln. Doch unterbrach ein schnell beendeter Kampf, gegen den in dieReichSacht erklärten letzten Babenberger Friedrich, Herzog von Östreich,den schonbegonnenen Krieg und Konrads, seines zweiten Sohnes, Wahl zum römischen Kö-nig (1237). Ein herrlicher Sieg bei Corte-Nuova am Oglio (26. und 27. Nov.1237) brach, nach Wiederaufnahme des Kriegs gegen die welsisch-gesinnten StädteOberitaliens, die Macht der Lombarden, selbst der Caroccio von Mailand ging ver-loren; außer dieser Stadt, Bologna, Placenz und Brescia, unterwarfen sich alle