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4 (1830) F bis G
Entstehung
Seite
25
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Fallschirm

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spiele, daß Concursc über 100 Jahre gedauert haben. Die Strafe der leicht-sinnigen oder boshaften Bankruttirer ist unbestimmt, gewöhnlich Arrest oderZuchtbaus.

Fall schirm, karacbute, ein tastetner Schirm von etwa 20 Fuß imDurchmesser, mit welchem man sich aus einer Höhe langsam auf die Erdeherablassen kann. Blanchard machte 1V95 zuerst einen glücklichen Versuchdamit in London. Auch Garnerin erfand eine eigne Art von Fallschirm.

Falsch, im Allgemeinen Das, was Etwas scheint, das es nicht ist,und durch seinen Schein trügt. Wo jener Schein absichtlich hervorgebrachtwird, also im Moralischen, da ist Betrug jederzeit der Zweck. Falsch-heit, im moralischen Sinne, steht der Aufrichtigkeit entgegen, und ist alsLaster das zur Fertigkeit gewordene Bestreben, Andre durch seine Äußerungenzu einer unwahren Vorstellung von seinen Eigenschaften, Gesinnungen, Hand-lungen, Gefühlen und Verhältnissen zu bestimmen. In allen diesen Fällensteht das Falsche dem Wahren entgegen, öfter aber wird es auch nur, alsdem Richtigen entgegenstehend, für gleichbedeutend mit unrichtig gebraucht,z. B. im Ästhetischen und Logischen; falsche Zeichnung, falscher Witz, fal-sches Urtheil w. In der Musik bedient man sich des Ausdrucks Falsch:1) wenn ein Ton nicht rein angegeben wird, 2) wenn die Fortschreitung derIntervallen fehlerhaft ist, und 3) als Prädicat der kleinen oder vermindertenQuinte, d. i. derjenigen, die um einen halben Ton kleiner ist als die reine,und der großen oder übermäßigen Quarte. Falsches Licht (kauxsour), ein Kunstausdruck der Malerei. Wenn ein Gemälde so gestellt ist,daß das Licht von einer andern Seite darauf fällt als von der, von wel-cher der Maler die Beleuchtung ausgehen ließ, oder wenn vom Standpunktedes Betrachters aus ein blendender Glanz darüber erscheint, der das deut-liche Unterscheiden der Gegenstände verhindert, so sagt man, das Gemäldesteht in falschem Lichte.

Falstasf (Sir John). Unter die originellsten dramatischen Personen,die Shakspeare's Meisterpinsel gezeichnet hat, gehört Sir John Falstaff,der Begleiter und Spaßmacher des ausschweifenden Prinzen Heinrich vonWales, nachmaligen Königs Heinrich V. von England (st. 1421). DieserFalstaff ist der Gipfel der komischen Erfindungskraft unsers Dichters, wel-cher ihn in 3 seiner Stücke (der 1. und 2. Abtheil.Heinrichs IV." undDie lustigen Weiber von Windsor", und zwar im letztem auf ausdrückli-ches Verlangen der Königin Elisabeth, die diesen Charakter bewunderte) an-gebracht hat: ein wahrer Heros der Taugenichtse, dabei aber unterhaltendund angenehm, und überfließend von guter Laune, deren Energie man garnicht genug bewundern kann. Er ist Soldat, aber ein ebenso feiger Soldatals lügenhafter Prahler; ergraut im Wohlleben, aber noch im Alter gleichlüstern und liederlich; übermäßig wohlbeleibt, und immer nur auf Schwel-gen und dann Ausschlafcn sinnend. Unter diesem plumpen Äußern aber ver-birgt er den gewandtesten Schalk, den geschicktesten, einzulenken, wenn dieDreistigkeit seiner Späße anfängt übel empfunden zu werden, und paßt sol-chergestalt unübertrefflich zum Gesellschafter prinzlich-jugendlichen Müßiggangsund Leichtsinns. Noch steht dieser dramatische Charakter unnachgeahmt undunnachahmlich da, und seine genauere Bekanntschaft, in deren Besitz keineAnalyse versetzt, kann nur auf dem Boden erlangt werden, auf welchem erselbst auftritt.

Falset, s. Fistel.

Faltenwurf, s. Draperie, Gewand.

Falter, eine Benennung alles Geziefers mit 4 Flügeln, das dieselben