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4 (1830) F bis G
Entstehung
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Fabricius (Cajus). Fabricius (Joh. Albert)

nonicus bei St.-Peter. Alexanders Nachfolger, Jnnocens XU., machte ihnzum Oberaufseher des geheimen Archivs der Engelsburg, welchen Platz der Alter-thumsforscher bis an sein Ende (1700) behielt. Mehre Abhandlungen F.'s er-schienen erst nach seinem Tode; seine Lebensbeschreibung, verfaßt von seinemNachfolger im Amte als Aufseher des geheimen Archivs, dem Cardinal Rivieri,befindet sich in Crescimbeni'sVita <Iezli ^rcalli illustri", sowie eine andre vondem Abbe Macotti verfaßte, inFabroni'sVitae illustriuin Italormu". F.'s reicheSammlung an Inschriften und Monumenten wurde vorn Cardinal Stopani, wel-cher unter Beneblet XIV. Urbino verwaltete, gekauft, und befindet sich jetzt imherzoglichen Palaste daselbst. Man erzählt, daß F.'s Pferd, auf welchem erfeine Exkursionen in die Umgegenden von Rom machte, nach und nach daran ge-wöhnt, vor jedem Monumente stehen zu bleiben, oft auch dann nicht weiter ge-gangen sei, wenn sein in Gedanken verlorener Reiter vielleicht eine am Wege lie-gende, halbverschüttcte Inschrift nicht bemerkte, wodurch es nicht selten Veran-lassung zur Auffindung manches Denkmals gegeben habe. Unter dem NamenJasithous (die griechische Übersetzung von F.'s Vornamen Rafael), und welcherBenennung er sich auch in seinen Streitschriften mit Gronovius bediente, war F.in die Zahl der Arcadier ausgenommen worden.

Fabricius (Cajus), mit dem Beinamen Luscinus, ein Muster altrömi-scher Tugend, vorzüglich durch seine Furchtlosigkeit, Rechtschaffenheit, Enthalt-samkeit und Tapferkeit. Nachdem er die Sammler und Lucaner geschlagen undsein Vaterland mit großer Beute bereichert hatte, von welcher allein er Nichts be-hielt, wurde er als Gesandter zu dem König von Epirus, Pyrrhus, geschickt, umdie gefangenen römischen Soldaten auszulösen. Pyrrhus wollte den F., dessenArmuth ihm bekannt war, durch Geschenke für den Frieden gewinnen; allein F.lehnte sie ab; eben so wenig ließ er sich von einem Elefanten schrecken, welchenPyrrhus hinter einer Tapetcnwand hervortreten ließ. Mit Bewunderung entließihn Pyrrhus und erlaubte den Gefangenen, nach Rom zu den damals einfallen-den Saturnalien zu gehen, unter dem Versprechen, nach der Feier in die Gefangen-schaft zurückzukehren, welches sie auch hielten. Pyrrhus wurde bald so für F.eingenommen, daß er ihm die erste Stelle in seinem Reiche anbot, wenn er nachgeschlossenem Frieden zu ihm kommen wollte, welches Anerbieten aber F. freimü-thig ablehnte. Als Consul (279 v. Chr.) zwang er dem Pyrrhus von Neuem Be-wunderung ab, indem er ihm Nachricht gab, daß sich des Königs eigner Leibarzterboten habe, ihn gegen eine Belohnung zu vergiften.Eher", sagte Pyrrhus,kann die Sonne von ihrem Laufe, als dieser Römer von dem Wege der Rccht-schaffenheit abgelenkt werden". Aus Dankbarkeit entließ er die gefangenen Rö-mer ohne Löscgeld. In das 1.279 v. Chr. fällt auch die Schlacht bei Asculum,in welcher Pyrrhus zwar siegte, aber den besten Theil seines Heeres verlor. 275v. Chr. bekleidete F. mit dem Ämilius Papus das Censoramt; Beide stießen denCornelius Rusinus aus dem Senate, weil derselbe 10 Pfund Silber an Tischge-räthen besaß. Ein Mann, wie F., konnte nicht reich sterben; er starb so arm,daß seine Tochter aus dem öffentlichen Schatze verheirathet werden mußte.Um ihn noch im Tode zu ehren, wurde von dem Gesetze der 12 Tafeln, welchesdie Begräbnisse in der Stadt verbot, eine Ausnahme gemacht. (S. Pyrrhusund Tarent.)

Fabricius (Johann Albert), ein berühmter deutscher Gelehrter, umfaßtebeinahe sämmtliche Zweige des Wissens, besaß eine unglaubliche Belcsenheitund einen unerschöpflichen Schatz, besonders philologischer Kenntnisse, und ver-stand es, diesen Reichthum auf das vielseitigste zu verbreiten. Er war zu Leip-zig 1668 geboren, wo er auch Philosophie, Arzneikunde und Theologie studirtc,und lebte hernach in Hamburg als Professor der Beredtsamkeit und Moralphi-