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Fabricius (Joh. Christian) Fabrik
losophie am dortigen Gymnasium. 1719 trug ihm der Landgraf von Hcsscn-Darmstadt die erste theologische Professur zu Gießen und die Supcrintendentur derlutherischen Gemeinden in seinem Lande an, allein der Magistrat von Hamburgwußte ihn für die gebotenen Vortheile zu entschädigen, und er blieb in Hamburgzurück, wo er 1736 starb. Ein Muster der Gründlichkeit, Vielseitigkeit undFülle der Gelehrsamkeit ist s. Darstellung der griechischen Literatur: die von Har-tes fortges. „Libliotbeca Akaeca". Nicht minder brauchbar sind seine „Lidlw-tlisea latin»", die „Libliotbeea meäiao et r'ntimse aetati«", „Libliotbeeo.eoclestiastiea" und „Liblioxrspbia anti^uaria". Überdies zeugen von seinengründlichen und ausgebreiteten Kenntnissen s. Ausg. des Sextus Empiricus unds. Anmerk. zum Dio Cassius. S. Schröckh's „Lebensbeschreibungen", 2. Bd.,S. 344 fg.
Fabricius (Johann Christian), der berühmteste Entomolog des 18.Jahrh., geb. zu Tondern im Herzogthume Schleswig den 7. Jan. 1743.Nachdem er im 20. Jahre seinen akademischen Cursus zu Kopenhagen vollen-det hatte, setzte er zu Leyden, Edinburg und Freiberg in Sachsen, dann zuUpsala unter Linne seine Studien fort. Wenige Schüler des großen Man-nes haben den Unterricht desselben besser benutzt als F. Seine Werke überdie Entomologie zeigen unverkennbar die Grundsätze, die Methode, ja sogardie Formen des Ausdrucks von Linne, angewandt auf die Entwickelung ei-ner einzigen, neuen, glücklichen und fruchtbaren Idee. F. suchte keineswegszu verbergen, was er seinem Lehrer zu verdanken hatte. Auch hat erder Nachwelt vielleicht das Bedeutendste hinterlassen, was zur vollständigenBiographie des großen Naturforschers gehört. Durch den Umgang mit dem-selben wurde in ihm die erste Idee seines Systems, die Insekten nach demOrgane des Mundes zu ordnen, rege, und er schlug Linne vor, davon inder neuen Ausgabe seines „8/»teina natnra«" Gebrauch zu machen, wel-ches Linne aber ablehnte. F. erhielt bald darauf die Stelle eines Lehrersder Naturgeschichte an der Universität zu Kiel; nun gab er sich ganz sei-nem Lieblingsstudium hin. 1775 erschien sein „System der Entomologie",wodurch diese Wissenschaft eine ganz neue Gestalt bekam. Zwei Jahre nach-her entwickelte er in einem zweiten Werke die Charaktere der Classen undArten, und zeigte in den Prolegomencn die Vortheile seiner Methode. 1778machte er seine „kbilosopbia entoinaloxica" , nach dem Muster der „klii-losvpbi» botanica" von Linne bekannt. Von dieser Zeit bis zu seinemTode, also fast 30 Jahre lang, war er unaufhörlich beschäftigt, sein Systemzu erweitern und es unter verschiedenen Formen in Werken von verschiede-ner Benennung darzulegen. Er durchreiste fast jedes Jahr einen TheilEuropas, besuchte die Museen, knüpfte Bekanntschaften mit Gelehrten anund beschrieb mit »»ermüdeter Thätigkeit die noch unbekannten Insekten, dieer kennen lernte. Allein in dem Maße, wie die Zahl der Arten unter seinerfleißigen Feder wuchs, wurden auch die Kennzeichen der Gattungen undselbst die Classen ungewisser und willkürlicher, sodaß, aus diesem Gesichts-punkte betrachtet, seine neuesten Schriften den ältern fast nachstehen. DieGrundlage, die er angenommen hatte, war vortrefflich, allein sie konnte ihnnicht, wie er meinte, zu einem Systeme der Natur, sondern bloß zu einernatürlichen Methode führen. Er starb den 3. März 1808. S. seine Auto-biogr. in den „Kieler Blättern", I, 1. (1819.)
Fabrik, die Werkstatt oder Anstalt, wo Waaren im Ganzen verfer-tigt werden. Der Unternehmer oder Herr der Fabrik heißt Fabricant,die Arbeiter Fabrikarbeiter oder Manufacturisten. Die Fabrik heißt auchManufactur, inwiefern dabei aus die Art von Arbeit gesehen wird. Fabrik