2S
zum Theil bedeckten Asiatischen Steppen daherstreichen, müssen nothwendiger-weise diesen auffallenden Grad der Trockenheit hervorbringen.
Bei der letzten Beobachtung vom 23. October mag der Wind einigenEinflufs auf das Psychrometer geäufsert haben, wie ein solcher Einflufs bei demVersuche vom 24. August um 3 Efhr unverkennbar ist, wo ein heftiger Windslofsbeide Thermometer gleichzeitig um 0,4° R erniedrigte, was in der Bestimmungder Expansivkraft eine Abweichung von 0,17 /// und in der Bestimmung des Thau-punktes eine Aenderung von 0,7° hervorbraehte. Indefs ist diese Abweichung niebeträchtlich und liegt vielleicht mit in der bei heftigen Winden vermuthlichenhygrometrischen Ungleichheit der Luft. Denn ein heftiges Umschwenken eines be-feuchteten Thermometers in der Luft bringt, nach meinen und des Herrn Dr.Poggendorf Versuchen, nie eine sehr bemerkliehe Aenderung im Stande desselbenhervor. — Es ist daher die auffallend niedrige Lage des Thaupunktes bei derletzten Beobachtung nicht allein auf den Einflufs des Windes zu schieben, sondernda die Preisenden schon Nachtfröste in jener Zeit hatten, und das Wetter heiterwar, so ist erklärlich, dafs auch bei Tage der Condensationspunkt niedrig blieb.Uebrigens ist die verhältnifsmäfsige Menge des Dunstes für diese Beobachtung r y ö ,entsprechend 50° — 54° des Sauss. Instrumentes.
In der nachfolgenden Tabelle, welche nicht wie die vorhergehende nachder Abkürzungsformel, sondern nach der genausten Formel berechnet ist, in wel-cher man daher in den Hundertein der aus den Angaben des Psychrometers be-rechneten Expansivkraft und in den Zehntelgraden des berechneten Thaupunkteseine geringe Abweichung wahrnehmen wird, findet man zugleich die nach derS. 15. mitgetheilten Formel berechneten verhältnifsmäfsigen Dunstspannungen beijedem Versuche, d. h. den jedesmaligen W erth der Zahl p. welche das Verhält-nifs der vorhandenen Dunstmenge zu der bei dieser Temperatur in einem gewis-sen Raume möglichen angiebt und deren Produkt mit der in der Tafel S. J6.entsprechenden Zahl das Gewicht des Wasserdunstes bestimmt, der in einempreufsischen Cubikfufs enthalten ist. Diese Zahl giebt eigentlich den jedesmaligenDunstsättigungszustand der Luft an; sie dient aber nicht so sehr dazu, die Ver-mehrungen oder Verminderungen des Dunstes in der Atmosphäre zu bestimmen.Denn es ist leicht einzusehen, dafs bei ungeänderter Dunstmenge in der Luft,diese Zahl gröfser sein wird bei niederer, geringer bei höherer Temperatur. Dader Zähler des S. 15. gegebenen Bruchwerthes für p. nämlich Exp. ror. in dem