Druckschrift 
Ueber die Fortschritte der Hygrometrie in der neuesten Zeit : eine physikalische Vorlesung nebst erläuternden Zusätzen und der Berechnung einiger hygrometrischen Beobachtungen, welche bei Gelegenheit der Reise Sr. Excellenz des Freiherrn Alexander von Humboldt im nördlichen Asien und an den Ufern des caspischen Meeres angestellt worden sind
Entstehung
Seite
27
Einzelbild herunterladen
 

27

Zeit.

182!).

Ort.

Witte-

rung.

Barome-

ter.

Psychrometertrockn. j feucht.Thenn. |Thenn.

Dunst-

druck.

Thau-

punkt.

27. Sept.

.9 U. M.

Kirsanowskoi, auf derUralschen Linie zwischenOrenhurg und Ural.sk,

300 Schritt vom Ural-

Flusse

heiler W.

leiser

Wind

339,0'"

13,4°

8,7°

2,83'"

o *TOIfi

28. Sept.

9 U. M.

Uralsk, im Hofe der Stadt-Commundant ur

heiter

340,8'"

10,9

7,9

3,18

4,1

9i U.

ebendaselbst

s

s

11,6

8,4

3,28

4,5

3 U.

ebendaselbst

s

s

17,6

10,3

2,46

1,1

30. Sept.

1$ u.

Wosetesz enskaja, eineStation von Samora

heiter

340,5'"

13,2

7,6

2,10

-0,7

10. Oct.

12i U.

Sarepta, Herrnhuter - Colo-nie in der Steppe

heiter, da-bei Wind

341,0'"

16,2

9,4

2,29

0,3

11. Oct.

1 U.

W e 11 a n i n s k a j a, 2 Stun-den nürdlich von Jenota-jewsk an der Wolga

heiter, et-was Wind

342,8'"

14,6

8,5

2,20

0,2

15 Oct.

1 U.

11 i ru t s chi ka s sa, Quaran-taineninsel im CaspisclienBleere an der Wolgainün-dung

338,8'"

14,6

12,8

5,66

11,3

23. Oct.

10 Ü.

Gräsnoschewskaja, Dorfauf dem Wege von Astra-chan nach Sarepta.

heiter,sehr win-<lig.

339,9'"

7,8

3,4

1,32

6,0

Es würde mich zu weit führen, wenn ich diese Beobachtungen mit denhygrometrischen Angaben aus anderen Ländern hier vergleichen wollte; woes mir zunächst nur darauf ankam, die Methoden zusammenzustellen, deren mansich gegenwärtig zu hygrometrischen Bestimmungen bedienen kann. Höchst inte-ressant ist die freilich zu erwartende auffallende Dürre in der Steppe Pla-towskaja, welche sich um 1 Uhr Nachmittags am 5. August zeigte und die bisjetzt beobachtete höchste Trockenheit der Luft zu Berlin, welche ich obenangeführt habe, noch bei weitem übertrifft. Bei einer Lufttemperatur von 19° Rlag der Thaupunkt 3,4 Grad unter dem Gefrierpunkt des Wassers. Die Lufthätte sich also um 22,4° abkühlen müssen, ehe sich Thau hätte bilden können.Berechnet man für diesen höchst merkwürdigen Versuch die verhältnifsmäfsigeMenge des Dunstes, so findet man sie nur wozu nach den mitgetheilten

Tafeln 30 32° des Saussürschen Hygrometers gehören. Die fortdauerndenWinde, welche über die weit ausgedehnten dürren und mit salzigen Erden

4 *