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unterscheiden, bei noch niedrigeren Temperaturen bemerkt man gewöhnlich nurden letzten Punkt. Ist die Luft dem Sättigungszustande sehr nahe, so beobachtetman auch oft noch bei niedrigen Graden allein nur den ersten Punkt. Die Noth-wendigkeit zweier solcher, Punkte scheint mir auch von Seiten der Theorie be-gründet zu sein. Offenbar wird beim Condensiren des Dunstes an der Beobach-tungskugel Wärme frei, die das Gefrieren in einem gewissen Grade hindert; so-bald aber die Abkühlung bedeutender wird, überwindet die dadurch erfolgteWärmeabsorplion im Innern der Beobachtungskugel jene Wärmeentwicklung undder Hauchbeschlag gefrieret.
Einen entscheidenden Versuch in dieser Art machte ich den 29. Decbr.v. J. um 1 Uhr.
Das Barometer stand 340,6 //y . Das Psychrometer gab die Differenz — 3,8
— (— 4,1) = 0,3° R. Das Daniell’sche Hygrometer gab bei wiederholter Prü-fung die erste Spur des Hauchbeschlages bei 18° F. Durch behutsames Auftröp-feln von Aether brachte ich anfänglich das innere Thermometer bis auf 15° F.,ohne dafs der Hauchring sich in Eis verwandelte. Auch stieg das Thermometerwieder bis auf 18° zurück, wobei sich der Hauchring w-enig änderte. Als ichaber einige Tropfen Aether mehr anwandte, brachte ich bei 13,5° F. ein plötz-liches Gefrieren des Dunsthauches hervor, wobei sich der Hauchring theilte unddurchsichtige Striche erhielt, wie wir an den Fensterscheiben bei dem Gefriereneines sehr dünnen Wasserbeschlages wahrnehmen. — Nun dauerte aber auch derEiszustand des Hauchringes, bis das Thermometer wieder bis auf 18° F. und dar-über stieg, und es erfolgte bis zum gänzlichen Schwinden des Hauchringes keineauffallende Aendernng mehr, Hier ist also das erste bemerkliche Eintreten desHauchringes um 4,5° F. = 2,0° R. höher als der Eisbeschlag. Der Conden-sationspunkt wird' durch dieses Eintreten bestimmt, liegt also hier bei 18° F. —
— 6,2° R., wozu die Expansivkraft 1,31 gehört. Nach dem Psychrometer beträgtdiese Expansivkraft 1,46 //y , wozu der Thaupunkt — 4,9° gehört. Dies würde eineDifferenz der Thaupunkte um 1,3° geben. Sehr wahrscheinlich kann aber wegender grofsen Dünnheit der Wasserdünstc in diesen niederen Temperaturen dasallererste Eintreten des Hauchbeschlages nicht beobachtet werden, w-eshalb derThaupunkt vom DanicH’schen Instrumente gewifs zu niedrieg angezeigt wird. Dader Punkt des entstehenden Eises leichter zu beobachten ist, so wird man nichtviel irren, wenn man den Condensationspunkt 2,4° R. höher annimmt, als die