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Ueber die Fortschritte der Hygrometrie in der neuesten Zeit : eine physikalische Vorlesung nebst erläuternden Zusätzen und der Berechnung einiger hygrometrischen Beobachtungen, welche bei Gelegenheit der Reise Sr. Excellenz des Freiherrn Alexander von Humboldt im nördlichen Asien und an den Ufern des caspischen Meeres angestellt worden sind
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aucli für dieses Instrument habe, um jene Beobachtungen, wenn auch nur in-nerhalb gewisser Gränzen zu benutzen.

Obgleich man hier auf einem sehr unsicheren Gebiete sich befindet, soglaube ich doch aus einer genauen Berechnung der sogleich anzuführendenVersuche, folgende Formeln zur Erzielung angenäherier Werthe empfehlen zukönnen.

Benennt man den Quotienten, welchen man erhält, wenn man die zumThaupunkt gehörige Expansivkraft des Wasserdunstes durch das Spannungsma-ximum für die Temperatur der Luftwärme dividirt, d. h. die verhällnifsmäfsigeFeuchtigkeit der l.uft, wie oben geschehen, mit p, und die Grade des Haarhygro-meters mit h, die Luftwärme mit t, so ist für mittlere Barometerständep = 1,234 [1 V \ o,ooao4 (h T V0 ]h = !6Sp 68 p a -+- f üt.

Die erste Formel dient, um die verhältnifsmäfsige Spannung der Dünsteaus den Graden des I laarhygrometers herzuleiten, die letztere, um aus der verhält-nifsmäfsigen Spannung die Grade des Ilaarhygrometers zu bestimmen*).

Eine schöne Vergleichung der bisher erwähnten drei hygrometrischen In-strumente gewähren die S. 13 erwähnten Beobachtungen des Herrn ProfessorErman; welcher das Psychrometer neben dem Daniellschen und SaussürschenHygrometer gleichzeitig zur Untersuchung des Zustandes der Atmosphäre ange-wandt hat. Die Angaben des Saussür'schen Instrumentes verdienen um so mehrZutrauen als sie jedesmal das Mittel der Anzeigen zweier gut correspondirendcrHaarhygrometer enthalten.

*) D'Aubuisson bestimmt nach r. Saussüre diese GrUfsen für Haarhygrometergrade über-50°durch folgende Formet

p = 0,015 h 0,47

welche sich nicht so gut, wie die oben angeführte an die rergleichenden Beobachtungen des Haarhygro.meters und des Psychrometers anschüelsL Wegen der grofsen Veränderung, welcher das Vcrhältnifs derCapillaranziehung des Haares zu der Anziehung der Luft gegen Wasserdunst bei verschiedenem Baro-meterstände unterworfen ist, wird es schwer, eine Barometercorrection bei diesen Formeln anzubringen.

I)ie Vergleichungen des Delücsclien Fischbeiuhygrometers mit dem vSaussürschen Haarliygro-meter werden am bequemsten nach den darüber durch Versuche ermittelten Tafeln bewirkt. (Gehler'sWörterbuch VI. S. 004.)

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