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Ueber die Fortschritte der Hygrometrie in der neuesten Zeit : eine physikalische Vorlesung nebst erläuternden Zusätzen und der Berechnung einiger hygrometrischen Beobachtungen, welche bei Gelegenheit der Reise Sr. Excellenz des Freiherrn Alexander von Humboldt im nördlichen Asien und an den Ufern des caspischen Meeres angestellt worden sind
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2,56 y// . Da aber das Barometer 2 Linien höher als 336 //y stand, so ist noch0,0022 X 8 = 0,02 von der gefundenen Zahl zu subtrahiren. Man erhält alsoauf diese Weise 2,54 als Expansion des in der Luft enthaltenen Dunstes.

Sucht man diese Zahl wieder in der Tafel auf, so findet man, dafs siefür die Temperatur 1,5° das Maximum angiebt. Es ergiebt sich daraus, dafs wenndie Luft sich an dem gedachten Tage von ihrer Temperatur 19,1° bis unter 1,5°hätte abkühlen können, ein tropfbarer ^Niederschlag entstanden sein würde. Esist also 1,5° der Thaupunkt nach dem Psychrometer.

Rechnet man nach der genaueren Formel, so ist

= 5,56

0,558 . 8 . 338,2512 19,11409,17

* = 5 ' 56 - 492,9X = 5,56 3,06 = 2,50

Man findet also die Expansion um 4 Hundertel einer Linie geringer, undes gehört zu derselben der Thaupunkt 1,3°.

Diese Abweichung kann in den meisten Fällen vernachlässiget werden.

Eine gleichzeitige Beobachtung des DanielFschen Hygrometers zeigte einenHauchring an diesem Instrumente bei 37° Fahr. = 2,2° R. Der durch dieses In-strument gefundene Thaupunkt weicht also nur 0,9° R. von dem aus der Angabedes Psychrometers berechneten 1,3 ab. Die zu diesem Thaupunkt (2,2°) gehö-rige Expansion ist nach der Tabelle 2,70 yyy also um zwei Zehritheile einer PariserLinie verschieden.

Da die Beobachtung des Psychrometers sichrer ist, und in der Bestimmungdes Thaupunktes nach dem Daniell'schen Instrument bei einer Beobachtung derFehler eines ganzen Grades nicht undenkbar ist, so ist eine gröfsere Uebereinstim-mung^ bei so grofsen Temperatur-Differenzen beider Thermometer kaum zu erwarten.

Sobald nun auf diese Weise die Spannung des in der Atmosphäre enthaltenenDunstes und zugleich mit derselben der Thaupunkt gefunden ist, hat die Bestimmungaller übrigen für die Hygrometrie wichtigen Punkte keine Schwierigkeit mehr.

Will man z. B. den Sättigungszustand der Luft kennen lernen, d. h. willman wissen, wie viel die Luft von der Dunstmenge, die sie überhaupt bei der vor-handenen Temperatur aufzunehmen im Stande ist, schon aufgenommen hat, somufs man die zu der Luftwärme gehörige Spannungszahl in der Tafel aufsuchen.In unserm Falle gehört zu 19,1° die Zahl 10,l4 yyy . Da nun der Dunst nach der