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Job von Witzleben : Mitteilungen desselben und seiner Freunde zur Beurteilung preußischer Zustände und wichtiger Zeitfragen
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seinem Schwiegersohn Steffens wohnte, mich behandelte unddie Beachtung, welche mir von Seiten des Generals v.Scharnhorst, des wohlwollenden Freundes meines ritterlichenHauses wurde, mögen Veranlassung geworden seyn, daßauch Herr v. Witzleben mir srcundlich nahe trat und so mirschon damals Gelegenheit ward, diesen seltenen Mann wahr-haft lieb zu gewinnen. Was ich in den Kriegsjahren 1813 1815 erlebt, soll vielleicht künftig mitgetheilt werden.

Durch Witzlebens bedeutendes musikalische Talent wardReichardt innig zu ihm hingezogen und unauslöschlich lebennoch die Gespräche in meiner Erinnerung, welche an diesenunvergeßlichen Abenden über Spanien und spanischen Volks-gesang geführt wurden. Herr v. Oppen war kurz zuvor ausdiesem Lande, wo er gegen Napoleon gekämpft, zurückge-kommen, sang diese Nationallicder uns vor, und Reichardtschrieb die Melodien darnach nieder. Unbeschreiblich großwar der Genuß, wenn Reichardt sie uns dann mit seinem ge-waltigen, feurigen, alles mit sich fortreißenden Vortrag, wie-derholte. Witzlebens Begeisterung schien für Reichardt derschönste Lohn!

Später traf ich Witzleben Ende August 1815 in Paris;obschon derselbe nur bis zum 3. September daselbst blieb, sosahen wir uns doch täglich. Nicht genugsam konnte ich michan den lebendigen Schilderungen voll Geist und Humor er-freuen, welche er von seinen Kriegszügen und Schlachtenmachte. Er versicherte mir, daß er ein genaues Tagebuch ge-schrieben habe: seiner Familie den Wunsch hier auszusprechen,daß dasselbe mitgetheilt werde, ist hier wohl an seiner Stelle!man würde daraus nicht allein den tüchtigen Kriegsmann,wndern auch den ausgezeichneten, an Gemüth und Geist so