Einleitungsworte des Herausgebers.
An den Papieren eines dem verstorbenen Kriegsmini-ster v. Witzleben befreundeten Militairs, befand sich eine an-fänglich nicht zum Druck bestimmte biographische Skizze diesesausgezeichneten Staatsmannes, welche mir jedoch auf drin-gendes Ansuchen zur Bekanntmachung mitgetheilt worden ist;besonders wünschenswert!) war mir diese Erlaubniß, da ichaus dem Schatz meiner vieljährigen Sammlung von Mate-rialien zur Beurtheilung unsrer einflußreichen Staatsmänner,in den Stand gesetzt bin, auch bei Witzleben wichtige Docu-mente als Belag zu dem Gesagten zuzufügen. Dieses aufsolche Weise aufgestellte Charakterbild gewährt uns zugleicheinen herrlichen Blick auf den wahrhaft großen König Fried-rich Wilhelm IH., der den verstorbenen Witzleben „seinenFreund, seinen Mitarbeiter an seinen großen Plänen zurBeglückung seines Volks" nannte. Auf einer Rhein-reise 1817 erzählte der Markgraf von Baden, daß ihm seinBruder der Großherzog eine auf Witzleben bezügliche charak-teristische Aeußerung des Königs von Preußen mitgetheilthabe, indem er zu ihm Folgendes gesagt: „Als ich dem
Könige von meiner Zuneigung zu Witzleben sprach und dem-selben sagte, ich wolle ihm mein Ordensband geben, entgegnete