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Job von Witzleben : Mitteilungen desselben und seiner Freunde zur Beurteilung preußischer Zustände und wichtiger Zeitfragen
Entstehung
Seite
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der König: Sie können Ihren Orden keinem Würdigern gebenals meinem Witzleben, den ich nicht als meinen Diener be-trachte, sondern als meinen Freund; ich habe viele gute undausgezeichnete Diener gehabt, habe aber nie einen besessen,der mich so verstanden und mir die Arbeit so erleichtert hat."

Schon früher versuchte ich (4te und 5te Band meinerDenkschriften und Briefe zur Charakteristik der Welt und Lite-ratur) Beiträge zu einer künftigen Biographie Witzlebens zuliefern und anzudeuten, in welchen tiefeingreisenden Verhält-nissen derselbe zu des verstorbenen Königs Majestät gestandenhabe.

Bei dieser größern, umfassenderen Arbeit, welche ich jetztzur Oeffentlichkeit bringe, scheint es zu meiner Rechtfertigung,daß ich ein solches Werk unternommen, mir passend, ja noth-wendig noch anzuführen, welche Verhältnisse mich in unmit-telbare Berührung zu Witzleben gebracht und daß mirdas Folgende mitgetheilt worden ist, um es nach dessenTode, zu einer mir passenden Zeit, der Oeffentlichkeit zu über-geben. Dieser Zeitpunkt scheint mir jetzt gekommen zu seyn.Als ich im Jahre 1813 nach Breslau kam, ward ich durchCabinetsordre vom 30. Februar 1813 in die Jägerabthei-lung des Regiments Garde zu Fuß versetzt, wohnte bei meinemVetter, dem Professor Steffens und lernte in dessen Hause dendamaligen Major v. Witzleben kennen, der beinahe jedenAbend zu uns kam. Steffens bildete einen Kern, um densich alles Interessante, Bedeutende sammelte, er gab durch seineVorlesungen eine kaum zu beschreibende Anregung, er war derMittelpunkt, um den die Jugend sich vereinigte, den Kampfmit Frankreich sehnsuchtsvoll erwartend. Die innige Freund-schaft, mit welcher mein Oncle Reichardt, der gleichfalls bei