besonders thätig dabei bewiesen hatte, machten sie ein Geschenkmit ihrem Sprachrohre.
Unter den mancherlei Anekdoten- die man sich, durch dasplötzliche Erscheinen der Fremden in diesem stillen Thale aufeinem so ungewöhnlichen Wege und mit einem so wunderlichenFahrzeuge veranlaßt, erzählt, mag folgende hier einen Platzfinden. Ein Mann hatte sich verbindlich gemacht, um einengewissen Lohn in dem zwischen Obershausen und Dillhauscn ge-legenen Eisenstein-Bergwerke zu arbeiten. Wegen des geringenLohnes gercute ihn aber bald der Vertrag, und er versichertejeden Abend seinen Mitarbeitern, daß er den nächsten Morgennicht wieder um dieses Lumpengeld den Schacht befahren werde.Am Abend vor dem Anlangen der Luftschiffer in dieser Gegendhatte er hoch und theuer versichert, daß ihn der -f -f 1 lothweisholen solle, wenn er den andern Tag wiederkomme. Wie ge-wöhnlich findet er sich demungeachtct früh zur guten Stundeein, um das verhaßte Tagewerk zu beginnen. Auf der Halteangelangt, wiederholt er, voll Unmulh über die Spöttereienseiner schon anwesenden Cameradcn, nochmals, daß dieß dasletzte Mal sey, daß er komme, und der 1 f-j- solle ihn lothwciSholen, wenn er nicht Wort halte. Während einer seiner Mit-arbeiter ihm bemcrklich macht, daß sich solche gotteslästerlicheReden für einen Bergmann nicht ziemten, ruft ein Andererplötzlich, den Ballon in der Luft daher schweben sehend: »Dakommt er schon!» Und den Blick in die Höhe wendend, glaubtder Mißvergnügte wirklich, daß er jetzt geholt werden solle.Voll Angst und Grauen ergreift er, ohne erst die Leiter zusuchen, das in den Schacht gehende Seil, rutscht, ohne sichumzusehen, wie bewußtlos daran in die Tiefe und fängt mitdem grö ßten Eifer zu arbeiten an.
In dem Augenblicke, wo die Luftsegler den Boden Nassau'sbetraten, war es nach Londoner Zeit 7'/. Uhr Vormittag.Sie hatten demnach auf vielen Umwegen tu 18 Stunden einenWeg von 170 Stunden, in gerader Linie gerechnet, durchdie Luft zurückgelegt, und dabei sich in einer mittleren Höhe von