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unteren Ball wollte er willkührlichcs Steigen und Sinken bewir-ken, ohne genöthigt zu seyn, aus dem oberen Gas ausströ-men zu lassen. Das Wagstück mißglückte. Die in der unternLuft nur glimmenden Kohlen waren vermuthlich in der höher»zu lichter Flamme emporgcschlagen. Die ganze Maschine ge-rieth in Brand, und beide Acronauten — wahrscheinlich schondurch den Ausbruch des brennbaren Gases getödtet, — stürz-ten ganz zerschmettert, nicht weit von Boulogne, aus der Höheherab.
Dieser unglückliche Vorfall schreckte jedoch so wenig vonferneren aeronautischen Versuchen ab, daß sie vielmehr von nunan in allen Ländern mit großem Eifer betrieben wurden. Llan»eiiarll insbesondere hat durch vielerlei Verbesserungen und Er-findungen diese Kunst um ein Namhaftes gefördert. Zwarblieben seine Bemühungen, die Luftbälle durch Flügel undSteuerruder zu leiten, ohne erheblichen Erfolg; indessen hater sich doch wesentlich um die Luftschifffahrt dadurch verdient'gemacht, daß er 1785 den Fallschirm ") erfand, von dem derSchiffer im Nothfall Gebrauch machen kann, um sich gefahrlosaus der Luft herabzulassen.
In späterer Zeit haben besonders Graf Lairchoeeai-i inBologna, ") der für seine Kühnheit mit dem Leben büßmmußte, Professor kobertsoo, ") derselbe, der den Plan zueinem riesenhaften Acrostalcn angab, mittelst dessen man überdie ganze Oberfläche der Erde hinschwcben könnte, die Englän-der Larl^ und Dev-gne, die in Konstantinopel 1802 aufWunsch und Kosten des Großhcrrn eine Lustreise unternahmen-die Gebrüder 6»inerin ") mit der Tochter des ältern, Elisa,Pros. ilungliis in Berlin (der erste deutsche Aeronaut 1805und 1806), Pryf. kddiaril und seine Frau sich als Aeronau-tcn viel Ruf erworben. Während der französischen Revolutionentstand zu Mcudon, unweit Paris, ein aerostatischcs Institutzur Bildung eines Aeronautenkorps, dessen Bestimmung dieLeitung der Luftbälle bei den Armeen war, mittelst deren mandie feindlichen Stellungen rc. zu recognosciren versuchte. Dochtraf die Ausführung auf zu groß« Schwierigkeiten, als daß