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Die Runkelrüben-Zucker-Fabrikation
Entstehung
Seite
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so

Uebrigens ist de! den Geschäften !n der Siedereikeine besondere Bemerkung zu machen; da alle die dar,ln geforderte Verrichtungen aufs genaueste in demWerke des Herrn Direktor Achard beschrieben wordenfind. Nur eins scheint mir zu bemerken nöthig zu feyn;nämlich, Iraß der Zuckersieder auf den Zeitpunkt wohlAchtung zu geben hat, wenn das Verdampfen des Saf-tes so weit gediehen, als es zur künftigen Krustallisa-tion am vorlheiihaftestcn ist, indem ein zu starkes Ver-dampfen jederzeit nachtheiligcr ist, als ein zu schwachesfeyn kann, da der Syrup, wenn er auf die Schüsselnschon sehr dick gebracht wird, schwerer und langsamerkrystallisirt, als derjenige Syrup, welcher nicht dicker,als ein gutes Oel ist. Dieses scheint auch in der Rück-sicht begreiflich zu feyn, weil daö Krystallisiren vorzüg-lich durch die in der Zuckcrstubs unterhaltene Warme von25 bis zo Grad bewirkt wird. Zst nun der Syrupschon von da an, wo er in die Schüsseln aufgesetzt wird,sehr dicke: so kann die Warme nicht so leicht eindrin-gen, als in einen nur mäßig verdickten Syrup; weichesalso einen langsamem Gang der Krystalüsirung verur-sacht. Der Zuckerfieder kann sich hierbei, in Rücksichtder Hinlänglichkeit des Verdampfens, genugsam über-zeugen, wenn er einen Löffel mit Saft ans der Pfannenimmt, solchen gegen das freie Tageslicht hält und sanftauf den in dem Löffel befindlichen Saft bläset. Bemerkter nun durch dieses Blasen ganz kleine Falten, die sichauf der Oberfläche von einer kaum bemerkbaren dünnenHaut formiren: so hat die Verdampfung ihren erfor-derlichen Grad erreicht.