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Th. 2 (1843)
Entstehung
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Gustaf Adolfs Andenken.

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hat sich nach seinem Tode zu ewigen Werken im Bereiche desGeistes und des Staates entwickelt, deren schönste Blumen zueinem Kranze für des Befreiers Andenken gewunden werdenmüssen; einem Kranze, den das ganze protestantische Europa mitdankbaren Thränen befeuchtet, am meisten aber das Volk, welchesfür würdig erachtet ward, in seinem Schooße diesen Helden auf-zuziehen, mit ihm sein Blut in dem heiligen Kampfe aufzuopfern,und mit ihm in segensreichem Andenken auf die späteste Nach-welt überzugehen!

Und gesegnet ward auch stets dieses Andenken, gesegnet vonFürsten und Volk, von seinen eignen und von fremden. DenDeutschen ist er eben so theuer, wenn nicht sogar noch theurergewesen, wie die größten ihrer eignen Regenten. Die Stelle inWeißenfels, welche beim Einbalsamiren von des Königs Blutbefleckt ward, wird noch erhalten und wie ein Heiligthum gezeigt.Nürnberg, welches er seinen Augenstern nannte, welches er mitso großer Anstrengung gegen Wallensteins drohendes Schwertvertheidigte; Nürnberg, welches wenigstens die Freude hatte, daßes einer seiner Einwohner, nehmlich der junge Leubelfingen, war,welcher, gleichsam ein mit der Dankbarkeit der Stadt Beauftragter,dem Könige bis in seine Todesstunde folgte; Nürnberg beschloß,seines Wohlthäters Bildsäule aufzustellen, welches indessen seitdemdurch innere Veränderungen und äußeren Zwang verhindert ward. Ein Reitknecht Gustaf Adolfs wälzte auf dem Schlachtfeldevon Lützen einen großen Stein auf die Stelle hin, wo des KönigsLeiche gefunden worden. Der Stein ist seitdem auf dieser Stellebeibehalten worden, und hat den Namen Schwedenstein erhalten;um ihn herum hat man Bäume gepflanzt, und ein Jeder, derin diese Gegenden kommt, besucht ihn *).

Unter dem geringern Volke Schwedens steht das AndenkenGustaf Adolfs in einem minder strahlenden Lichte da, als dasverschiedener andrer seiner Könige, z. B. Gustaf Wasa's, der dreiKarle, IX., XI. und XII. Seine Wirksamkeit und sein höchsterWerth stand eigentlich über der Fassungskraft des gemeinen Man-nes, dessen Gefühle und Urtheile hauptsächlich nach den unter

*) Ueber diesem Schwede,isieme ist l8Z7 ei» architektonisches Denkmalaus gegebnem Eisen errichtet und feierlich eingeweiht worden. H.