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Th. 2 (1843)
Entstehung
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Neun und fünfzigstes Capitel.

ihm vermehrten Steuerlasten bestimmt wurden. Aber je tiefer derBlick iu die Geschichte und die Staatsverhältnisse eindringt, destomehr steigt die Verehrung für diesen König. Der Rath beschloßförmlich, ihm den Namen: der Große, beizulegen. Es istnicht beachtet worden. Der Name: Gustaf der ZweiteAdolf, besaß in und durch sich selbst eine Größe, die keinerandern Auszeichnung bedurfte. König Gustaf III., immer füralle großen Erinnerungen des Vaterlandes begeistert, war es be-sonders für Gustaf Adolfs Andenken. Er bestimmte, daß stetsam Geburtstage dieses Königs die von Gustaf III. gestiftete undso sehr geliebte schwedische Akademie ihre feierliche Zusammenkunfthallen solle. Sein Bild ward auf dem Hauptmarkte Stockholmsaufgerichtet, und das seit Karls XI. Zeit zugemauerte Grabge-wölbe wieder geöffnet, um die Sprößlinge des Holstein-Gottor»pischen Hauses aufzunehmen. Gustaf III. ließ zur Verzierungdes Chores und zur Bewahrung von seines Vaters Staub einenkostbaren Sarkophag in Italien bestelle». Aber bald sah er ein,wie unpassend es sein würde, Adolf Fredrik die höchste Stelle inGustaf Adolfs Grab einzuräumen. Er sah zugleich ei», wieunpassend es für ihn als Sohn sein würde, an dem zu Ehrenseines Vaters einmal gefaßten Beschlusse etwas zu ändern; unddie Beendigung der Sache ward kommenden Zeiten überlassen.Der Sarkophag blieb leer; aber der Chor ward ausschließend mitDenkzeichen an Gustaf Adolf verziert, mit seinem Harnische, seinemSchwerte und den durch ihn eroberten Fahnen.

Unsre Tage haben die Feier des großen, zweihundertjährigenErinnerungsfestes gesehen. Der König, welcher Gustaf AdolfsZepter führt, so wie er früher gegen den Unterdrücker Europa'sGustaf Adolfs siegreiches und befreiendes Schwert geschwungen, riefSchwedens Volk zur Begehung desselben auf. Alles was dasVaterland Geistreiches, Prachtvolles und Großes besaß, wardherbei beschworen, um den festlichen Tag zu verherrlichen. DieKirchen öffneten sich dem Feste der Danksagung für den „starkenHelden, der des Herrn Befehl ausführte, auf daß man dieStimme seines Wortes vernehme." — Schwedens Untcrrichts-weseu, Gustaf Adolfs Werk, feierte überall das Andenken anseinen Stifter, und zugleich an die Siege des Lichtes und derBildung. Eben so und mit gleichem Rechte Schwedens Heere,