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Th. 2 (1843)
Entstehung
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Neun und fünfzigstes Capitel.

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theuer verwickelt, in jungern Jahren für ihre eigne, in alternfür Andrer Rechnung, und war dadurch in die äußerste Armuthund Verachtung gesunken. In einem kleinen Dorfe in Westphalenlebte, beinah 80 Jahre alt, dieser letzte Abkömmling deS großenGustaf Adolfs, beinah wie eine Art von Armcnhäuslerin, von dendürftigen Einwohnern deS Dorfes unterhalten. König Gustaf III.ward von diesen kümmerlichen Verhältnissen unterrichtet. Er setzteihr einen reichlichen Jahrgehalt aus, und sandte ihr dazu nochein Geschenk von 500 Dukaten; auch war er so artig sie inseinem Briefe:Meine Cousine!" zu nennen! Das alte Fräuleinkonnte sich nicht lange dieses Glückswechsels erfreuen; sie starbschon im folgenden Jahre.

Nenn und fünfzigstes Capitel.

Gustaf Adolfs Andenken.

Wenige Menschen haben der Weltgeschichte einen solchenNamen hinterlassen wie Gustaf Adolf; einen Namen, der nichtnur das Andenken an alle Tugenden des Privatmannes zurückruft,sondern auch an die nicht immer damit vereinigten Eigenschaftendes Genie's, ves Staatsmannes und des Hclven. Schon dieseeben so ungewöhnliche wie liebenswürdige Persönlichkeit, mußteihn jedem Herzen theuer machen; aber noch mehr ward er esdurch die Weise, auf welche er diese Eigenschaften anwendete,durch die Handlung, welche zuletzt der Gegenstand seiner ganzenLebensthätigkcit war: nehmlich Europas Rettung von geistlicherund weltlicher Sklaverei. Das herrliche Licht der gesetzlichen Ord-nung, der Wissenschaft und Bildung, welches während dieserzwei letzten Jahrhunderte sich aus dem nördlichen über das übrigeEuropa ergoß, verdankt sein Entstehen dem Muthe und demSchwerte Gustaf Adolfs. Er war es, der in seiner eignen Brustden Beruf und die Kraft fühlte, als der Vertheidiger deS Lichtesund der Freiheit aufzutreten; und er vollführte diese heilige Auf-gabe und besiegelte sie mit seinem eignen Blute. Was die Heldenund ausgezeichneten Geister dieser Länder Großes, Edles undSchönes ausgeführt, geschaffen und gedacht haben, das lag schonals Saamcn in dem einzigen Helvengedanken, für den Sieg desLichtes sich selbst und sein Volk zu wagen; und dieser Saamen