Das Geschlecht Wasaborg.
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Gustaf Gustafsson ging spater nach Wittenbcrg, um seineStudien zu rollende». Hier traf ihn die Nachricht von dcSKönigs Tode. Er eilte augenblicklich nach Weißenfels, liest denSarg öffnen und betrachtete unter Thränen seinen Verlornen Be-schützer. Endlich erhob er sich und sprach: „Nun ist es Zeit,daß ich auch ein Mann in der Welt werde!" — Er nahmKriegsdienste, zeichnete sich durch Tapferkeit aus, ward Oberst beider Reiterei, unter dem Namen Gustafsson geadelt, und erhieltdurch Orenstjerna's Mitwirkung schon 1034 das Stift Osnabrück.Seine Heftigkeit veranlaßte aber unterdessen verschiedene unange-nehme Auftritte, und endlich ein so ernstliches Mißverhältniß zuden Officieren deS Regimentes, daß er sich genöthigt sah, seinenAbschied zu nehmen. Er ward aber dennoch von Chrisiina zumReichsrath und zum Grafen, unter dem Namen Wasaborg,erhoben; besaß aber niemals ihr Vertrauen. „Man kann,"sagte sie, „in wichtigen Geschäften denjenigen nicht gebrauchen,der selbst nicht zu schweigen vermag." — Beim westphälisehcnFrieden ward er auch ohne hinlängliche Unterstützung gelassen,»nd verlor daher Osnabrück, doch gegen bedeutende Entschädigung,und erhielt außerdem von der Königin das Amt »nd die StadtWilshauscn im Bremischen. Im folgenden Jahre suchie er, nachGyllenhjelm, Reiehsadmiral zu werden; erhielt aber eine abschlä-gige Antwort. Aufgebracht über diese Widerwärtigkeit, verließer Schweden und starb einige Jahre nachher.
Das Geschlecht sank bald zu geringerem Ansehen hinab,besonders seitdem dasselbe durch Karls XI. Veränderungen, ver-möge gerichtlicher Entscheidung, ganz WilShanse» verlor. Gustaf II.Adolfs Enkel, der Graf Gustaf Adolf von Wasaborg, ward da-durch mit seiner zahlreichen Kinderschaar beinah an den Bettelstabgebracht, und verfiel vor Sorge und Kummer in eine Geistes-schwäche, welche ihn ins Grab begleitete. Seine Söhne dientenim deutschen und schwedischen Heere, nur die Kleider und dasSchwert besitzend, womit sie ihres großen Stammvaters Erobe-rungen vertheidigten. Einer von ihnen stieg aber doch später inSchweden zur Würde eines Generalmajors empor.
Die männliche Linie des Geschlechtes starb schon 1754 aus.In der weiblichen war die Gräfin Henrietta Pelirena, geboren16W, der letzte Sprößling. Sie war in verschiedne Licbesabcn-