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Th. 2 (1843)
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Acht und fünfzigstes Capitel.

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verlaßne Mutter anvertraute. Dieser erfüllte gewissenhaft ihrenAuftrag, und behandelte Maria Elconora immer mit der Ehrer-bietung eines Sohnes.

Gemeinsamer Kummer über Christina's Aufführung, undgemeinsame Verehrung und Liebe für Gustaf Adolfs Andenke»,führte in ihren letzten Jahren zwei Personen wieder zu einander,die früher in der bittersten Feindschaft gelebt hatten: nehmlichMaria Eleonora und Arel Orenstjerna. Man findet in denBriefen, welche sie zu dieser Zeit mit einander wechselten, diedeutlichsten Spuren gegenseitigen Wohlwollens und Vertrauens ' 7 ).

Maria Eleonora's wechselvolles Schicksal und die heftigenGemüthsbewegungen, welchen sie sich hingab, mußten natürlicherWeise vor der Zeit ihre körperlichen Kräfte erschöpfen. Gleichnach Christina's Abreise, überfiel sie ein bösartiges Wechselficbcr,sie ward aber wieder hergestellt. Da kam die Nachricht, daß ihreTochter den katholischen Glauben angenommen habe. Die Muttererkrankte von neuem, mehrere andere körperliche Beschwerde» tratenhinzu, und führten endlich ihren Tod herbei.

Jetzt eröffneten sich Marien Eleonoren endlich die verschloßnenPforten zu Gustaf Adolfs Grab, und sie ward der ersehntenNuhe an der Seite ihres geliebte» Mannes übergeben.

Acht und fünfzigstes Capitel.

Das Geschlecht Wasaborg.

Margarethe, Cabiliau's Schicksale sind nach dem Jahre 1616in vollkommnes Dunkel gehüllt. Ei» ungewisses Gerücht erzählt,daß sie in den gräflichen Stand erhoben worden, und endlich ineinem Alter von 80 Jahren auf dem Gute Bergaholms, vorStockholm, gestorben wäre.

Ihr Sohn, Gustaf Gnstafsson, ward der Fürsorge KarlGyllenhjclms übergebe», durch welchen er eine sehr gute Erziehungerhielt. Der Jüngling hatte ein hübsches Aeußere, eine lebhafteFassungskraft, eine redliche und unerschrcckne Gemüthsart; aberdabeiwar er heftig und »»bedachtsam, und mit zu großer Pracht-liebe und übertriebener Hoffahrt behaftet; Fehler, welche Gyllen-hjelm zwar eifrig aber vergebens auszurotten suchte, und welcheihm in der Folge viele Ilnannehmlichkcitcn verursachten.