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Th. 2 (1843)
Entstehung
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Ueber Maria Eleonora.

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seligen Herrn Andenken befleckt, und außerdem alles Recht aufihr Leibgedinge verwirkt hätte. Dies wäre der Dank dafür, daßder Rath kürzlich ihre Einkünfte vermehrt, und 20,000 Rcichs-thalcr Schulde» für sie bezahlt hätte. Aber der selige König hättesie nicht ohne Grund sein muluin ilomestwni» genannt! Siekönnte wohl manchen ehrlichen Mann, mehr als billig, betrüben!"Das ganze Reich theilte den Unwillen des Rathes. Auf demReichstage suchte zwar die Geistlichkeit der Sache eine mildereWendung zu geben; aber sie wurde von Orenstjerna abgewiesen.Der Beschluß der Stände war, daß sie ihr Leibgedinge verlierenund daß ihr Name aus den Kirchengebeten wegfallen sollte.

In Dänemark durchlebte Maria Eleonora nicht so frohe Tage,wie sie erwartet hatte. Christian nahm sie freilich gastfreundlichauf; wagte aber doch nicht durch gar zu große Artigkeit sich mitder schwedischen Regierung zu überwerfen. Ihre wunderliche Ge-müthsart gab auch hier Veranlassung zur Unzufriedenheit und zuunangenehmen Auftritten. Außerdem war sie für den sparsamenKönig ein ziemlich kostbarer Gast, da sie in Dänemark auf dem-selben Fuße und mit derselben Hofhaltung leben wollte, wie inSchweden. Christian war sehr froh, als sie im Jahr 1643, »achvielem Hin - und Herziehen, sein Reich verließ.

Die schwedische Regierung ließ sich nehmlich um diese Zeitbereden, jährlich 30,000 Neichsthaler zu ihrem Unterhalte aus-zusetzen. Doch behielt Orenstjerna seinen frühern Unwillen bei; erantwortete nicht einmal auf mehrere ihrer eigenhändigen Briefe '6 >.Als man einst äußerte, daß auch der Rath vielleicht wohl einigenTheil an der entstandenen Mißhelligkeit haben möchte, unterbracher den Redenden mit den Worten: „Wenn der Rath gefehlt hat,so ist es nur durch all zu große Nachgiebigkeit gewesen." — Jemehr Orenstierna für Gustaf Adolfs Haus gearbeitet und sich auf-geopfert hatte, desto mehr litt er durch Maria Eleonora's Auf-führung. Des großen Gustaf Adolfs Königin landesflüchtig, armund verachtet in fremden Ländern umherstreifen zu sehen, dies warein Anblick, der sein tiefstes Herz verwundete.

Es war der junge Churfürst von Brandenburg, der jetztseine Tante aufnahm. Zum Aufenthalte ward ihr Preußen an-gewiesen. Hier verlebte Maria Eleonora einige Jahre der Ein-samkeit, endlich des Ucberdrusses. Dazu kam noch, daß sie nicht