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Drei und fünfzigstes Capitel.
borgen, ein verheerendes Fener gegen die ohne Schutz auf demFelde heranrückenden Schweden richteten. Der König befahl da-her, den Anmarsch zu beeilen. Aber der Reiterei ward cs'schwer,die Pferde gegen das Mnsketcnfener zu führen, und dann nochschwerer, mit ihnen über die Gräben zu kommen, woneben auchder linke Flügel bedeutenden Schaden durch die bei den Wind-mühlen aufgestellten Kanonen des Feindes litt. Dem Fußvolk»gelang es hingegen besser. Zuerst drangen die schwedische, danndie gelbe und darauf die blaue Brigade über den Weg; sie be-mächtigten sich der sieben dort stehenden Kanonen des Feindes,und warfen sich mit fürchterlicher Gewalt auf dessen vordersteBrigade. Der Anführer, Vertholv von Wallenstein, stürzte, unddie Soldaten wurden niedergehauen oder zerstreut. Eben so gingeS mit der zweiten Brigade, unter Grana; aber die dritte hieltden heftigen Angriff aus, und die Schweden wurden von derfeindlichen Reiterei in die Flanke genommen. Von ihren Kame-raden erhielten sie nur geringen Beistand. Auf der linken Seitehatte die grüne Brigade, in Betracht des mörderischen Feuers vonden Windmühlen her, den übrigen nicht folgen können, sondernsich hingegen hinter die seitwärts liegenden Gebäude des Müllershin gezogen; und auf dem rechten Flügel hatte die schwedischeReiterei noch nicht in besonders großer Anzahl über die eben sobreiten als tiefen Gräben kommen können. Der König, welcherdie Wichtigkeit dieses Augenblicks erkannte, eilte dahin, und stelltesich an die Spitze der Smaländer; Stenbock lag schon verwundetauf dem Felde. „Folgt mir, meine tapfern Burschen!" rief derKönig und sprengte über den Graben. Nur die Pferde seinereignen Gesellschaft und einiger wenigen Reiter waren im Stande,dem Beispiele zu folgen. Der König merkte es nicht. „Da voruns steht unser gefährlichster Feind!" sprach er, und zeigte ausPiceolomini's Regiment. Ein österreichischer Korporal sah, daßdie Schweden ehrfurchtsvoll dem Vorreitenden Platz machten. Erfaßte daher einen Musketier beim Arme, zeigte auf den Königund sagte: „Der da muß ein vornehmer Herr sein! Schieß aufihn!" Der Soldat legte an, und die Kugel zerschmetterte desKöuigs linken Arm, so daß das Blut herabströmte, und derArmknochen durch die Kleider sichtbar ward. „Der König blutet!"riefen die Schweden. „Es ist nichts, meine Kinder! nur rasch