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Th. 2 (1843)
Entstehung
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209
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Die Schlacht bei Lützen.

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vorwärts!" antwortete Gustaf Adolf, und suchte durch ein heitresAussetzn ihre Unruhe zu beschwichtigen. Aber bald, von Schmerzund Blutverlust überwältigt, beugte er sich zum Herzoge vonLaueuburg hin, und bat denselben in französischer Sprache, ihnunbemerkt aus dem Kampfe zu führen. Sie wichen zur SeiteauS, um den Smäländern ihren Rückzug zu verbergen. Aberkaum waren sie einige Schritte weit gekommen, so stürzte Götzen'sKüraffierregimcnt hinter ihnen her, und allen Andern vorausdessen Oberstlieutenant, Moritz von Falkenberg, welcher dem Könige,ihn erkennend, durch den Leib schoß, indem er ausrief: „Dich hab'ich lange gesucht!" Eine rächende Kugel streckte Falkenberg selbstim selben Augenblicke nieder. Der König wankte, erhielt sich aberdoch noch auf dem Pferde, und sagte, doch mit matter Stimme:„Bruder! suche Du dein Leben zu retten! Ich habe genug be-kommen!" — Der Herzog hingegen ritt ganz nahe an seineSeite, und faßte den König um den Leib, um ihn so wo möglichim Sattel zu erhalten, bis sie aus dem Kampfe hinweg gekommenwären. Aber jetzt stürzte die ganze kaiserliche Reiterschaar übersie her. Des Königs Pferd erhielt eine Kugel in den Hals, sodaß es unruhig ward. In diesem Augenblicke ward ein Pistolgegen den Kopf des Herzogs abgeschossen, und das so nahe, daßihm, obschon er Las Gewehr mit der Hand zurückschlug, dasFeuer des Pulvers doch Locken und Gesicht versengte. In dieserNoth und Verwirrung, ließ er den König los und entfloh. GustafAdolf sank sogleich von dem ganz wild gewordenen Pferde herab,ward einige Klafter weit im Steigbügel geschleppt, kam endlichlos, und blieb auf der Erde liege». Von seiner Gesellschaft warendie Meisten im Getümmel des Kampfes niedergehauen oder zer-streut worden; nur der junge Lcnbelfingen war zurückgeblieben,obgleich schon verwundet. Schnell sprang er von seinem Pferdeherab, und bot es dem Könige an. Gustaf Adolf streckte seineHand aus und der Jüngling suchte ihm auf die Füße zu helfen,aber vergebens. Leubelfingen war zu schwach, und der König,durch die Wunde ganz entkräftet, konnte seine Bemühungen nichtunterstützen. Einige kaiserliche Reiter sahen den Auftritt, eiltenhin und fragten: „wer der Verwundete wäre?" Der Königschwieg; Leubelfingen ebenfalls. Der eine der Reiter rannteLeubelfingen im Zorne den Degen durch den Leib, und der andreII «4