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Viertes Cavitel.
seinen eignen Siegesfahnen auf dem väterlichen Gute KanckaS be-graben. Gustaf Adolf selbst folgte dein Leichenbegängnisse.
Der Friede zu Stolbowa. Das durch in - und aus-ländische Feinde so lange zerrifine Rußland, wünschte und bednrfteFrieden, wenigstens mit einem seiner drei Feinde, Schweden,Polen oder der Tartarci. Gustaf Adolf, welcher einsah, daß fortanwenig Ehre und kein Vortheil mehr zu gewinnen war, wünschteauch Ruhe von dieser Seite, um sich dann mit ungetheiltcr Machtnach Polen wenden zu können. Die Unterhandlungen wurdeneröffnet, gingen aber anfangs nur sehr langsam vor sich. Diesiegreichen Schweden machten herrische Federungen, denen dieRussen durch Hinziehen der Sache zu entgehen hofften. Aberunterdessen drohten auf der einen Seite die Tartaren, auf derandern die Polen, und die Russen mußten endlich, aus Furchtvor so vielen Feinden, nachgeben.
Am 27. Februar 1617 ward der Frieden zu Stolbowa, einemDorfe nicht weit vom Ladoga, geschloffen. Rußland trat au Schwe-den ab: Kerholm mit seinem Gebiete, Nöteborg mit demjenigenTheile seines Gebietes, welcher zwischen dem Ladogasee und demfinnischen Meerbusen lag, Jngermanuland mit den Festungen Jwa-nogorod, Jama und Koporie, entsagte allen Ansprüchen auf Tief-land , und zahlte außerdem noch 20,000 Rubel. — Schwedengab dagegen die Ansprüche Karl Philipps auf, erkannte MikaelRomanow als Großfürsten an, und gab die eroberten FestungenLadoga-Nowgorod, Stara-Rußa, Porchow und Augdow zurück.Der Friede ward von schwedischer Seite durch Jakob de la Gardic,Arwid Wildman und Heinrich Horn, einem Bruder Ewert Hornsabgeschlossen. Die Russen waren gewöhnt, dc la Gardie als denvornehmsten Mann in Schweden nächst dem Könige zu betrachten.Als Aeltcrer im Rathe sollte hingegen Heinrich Horn bei denFriedcnSnnterhandlungen eigentlich den Platz über de la Gardieeinnehmen; aber dieser verweigerte ihm denselben , theils aus Stolz,theils unter dem Vorgeben, daß durch eine solche Herabsetzung seinAnsehen und Einfluß bei den Russen vermindert und dadurch derFrieden verzögert werden würde. Heinrich Horn gab nach, sowohlaus Verehrung für de la Gardie's Thaten, als auch um nicht durchpersönliche Zwistigkeiteu daS allgemeine Beste zu verscherzen; undder Friede ward unter den erwähnte» Bedingungen abgeschlossen.