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Anleitung ;u der U.'boisotzung.
der härtesten Gefangenschaft ausstehen, oft sogar körperliche Miß-handlungen seiner Wächter, als welche mehrmals persönliche Feindebestellt waren. Oft nahm man ihm die Kleider um ihn frierenzu lassen, dann wieder seine Bücher und musikalischen Instrumente,womit er sich die Zeit zu vertreiben Pflegte. Vergebens beklagteer sich in mehrern Briefen an Johann darüber; ihm Feindlichge-sinnte blieben seine Wächter und von ihrer Laune hing es ab,ob er mehr oder weniger gequält wurde. Zu seinem Unglückwurden im Lause seiner achtjährigen Gefangenschaft öftere Versuchezu seiner Befreiung gemacht, welche, nachdem sie mißlungen, seineLage nur erschwerten, und ihm endlich den Tod zuzogen. DennJohann lebte in beständiger Furcht vor ihm, und beschloß endlichdiesem Zustande ein Ende zu machen. Vergebens hatte er schonoft versucht, Karls Zustimmung zur Hinrichtung Eriks zu erhalten,indem er demselben seine Besorgnisse über die Pläne der Anhängerdesselben mittheilte; Karl antwortete stets, daß die Gefahr nichtszu bedeuten habe und man des Bruders Leben schonen müsse. Umdoch nicht allein die Schuld auf sich zu nehmen, wandte sich nunJohann an seinen Neichsrath, und dieser erklärte, daß Erik umder Ruhe des Reiches willen vom Leben zum Tode gebracht werdenmüsse. Dies geschah denn auch wirklich im Februar 1577. Manließ ihm die Wahl der Todesart, und er wählte Gift. Er nahmvorher das Abendmahl und als ihn, da er schon in den letztenZügen lag, der Geistliche fragte: ob er allen seinen Feinden ver-zeihe, antwortete er: „Ja, von Herzen gerne!" Und auch wirmögen ihm gerne verzeihen, der so schwer gebüßt hat unü sowohldadurch, wie durch die billige Berücksichtigung aller Umstände,unerachtet seiner Vergehen, noch mehr unser Bedauern als unsernAbscheu in Anspruch nimmt. -— Karl verhehlte seinen Unwillenüber diese That nicht, deren Ungerechtigkeit Johann und seineRathgeber dadurch zu erkennen gaben, daß sie bekannt machenließen, König Erik sei an einer plötzlichen, heftigen Krankheitgestorben. —
Johann und Karl hatten ihren Bruder zwar gemeinsamgestürzt, und auch unter sich eine gemeinsame Regierung verab-redet; aber es war Johann gelungen, sich vom Neichsrathe undden Ständen als alleinigen König anerkennen zu lassen (1568)und Karl mußte sich fügen, obgleich mit bitterm Groll im Herzen.