Druckschrift 
Europa und die Revolution
Entstehung
Seite
25
Einzelbild herunterladen
 

25

I. Orientirung.

gen haben sie der Tiranney einen großen Theilder usurpirten Rechte wieder abgestritten; ihr Bey-spiel ist Alles, was die Vorzeit zur Nacheiferunguns zu bieten hat: die übrige Erbschaft, die sie

uns übertragt, ist nichts, als jene große, durchAmortisation noch lange nicht gänzlich getilgteSchuld. Nicht also ist es, wie jene blinden An-beter des Alten vorgeben, daß die Zeiten stetssinkend sich mehr und mehr zum Schlimmer« nei-gen; von jenen großen Geistern geleitet, sind sie,von roher Dumpfheit ausgehend, zu lichter Gei-stigkeit hinangesiiegen; und so sollen sie fortgeführtwerden von den Geschlechtern, die jetzt leben, unddenen, die da kommen werden. Dazu ist jedesan die eigne Kraft in frischer, lebendiger Gegen-wart gewiesen; die Vergangenheit aber ist einleerer Traum, gestern oder vor Zähren und Jahr-hunderten ansgeträumt, der, wenn er ins nüch-terne Wachen hinübergaukelt, dieses nur störenund verwirren kann. Die da vorübergegange»,haben ihren Tag gelebt; ihre Rechte und Befug-nisse sind allein auf dem Leben haftend geblieben,und die Geschichte ist keineswegs eine Macht, nurein Buch, gut zur Belustigung und zum Unter-richte, und etwa, wie die Tragödie, zur Reinigungder Leidenschaften. Das ist ein krankes Streben,das Hülfe bey den Tobten sucht, und ein schwäch-